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Mitteldeutschland Sachsens Politik zur Bayernwahl: "Vertrauen der Menschen zurückgewinnen"
Region Mitteldeutschland Sachsens Politik zur Bayernwahl: "Vertrauen der Menschen zurückgewinnen"
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09:26 15.10.2018
Alexander Dierks (CDU, Archivfoto) Quelle: dpa
München/Leipzig

Die Ergebnisse der Bayernwahl am Sonntag wurden auch in Sachsen aufmerksam verfolgt. Unterschiedlich fielen die Reaktionen in Sachsen aus. Die CDU sieht im Ergebnis einen deutlichen Fingerzeig für die Politik im Bund, bessere Regierungsarbeit zu leisten und sich nicht ständig mit sich selbst zu beschäftigen. „Die Koalitionspartner müssen nun endlich gemeinsam an einem Strang ziehen und mit konzentrierter Sacharbeit das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen“, so Generalsekretär Alexander Dierks.

Einen „verdienten Wahlerfolg“ ihrer Partei nannte Grünen-Sprecherin Christin Melcher gegenüber der LVZ das Ergebnis. „Das macht deutlich, dass man mit positiven Visionen für Bayern und einem klar proeuropäischen Kurs auch Wahlen gewinnen kann.“ Vielen in Sachsen sei klar, dass nach 28 Jahren CDU-Regierung die Demokratie auch hier eine „Sauerstoffzufuhr“ brauche. Steffen Große, Chef der Freien Wähler: „Wir wünschen uns natürlich, dass die Freien Wähler in die Koalition gehen. Wir leiten für uns in Sachsen daraus ab, dass wir auch hier ein guter Partner sein können.“ Man wolle der parlamentarische Arm der kommunal starken Freien Wähler vor Ort sein.

Die Wahl widerspiegele den politischen Trend Europas, sagte AfD-Chef Jörg Urban. „Zum einen verlieren die etablierten Machteliten (in Deutschland Union und SPD) an Glaubwürdigkeit.“ Zum anderen profilierten sich die Verteidiger und die Abschaffer der Nationen.

SPD-Chef Martin Dulig räumte ein: „Am Ergebnis der Bayern-SPD gibt es nichts schönzureden.“ Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass es für die SPD in einem immer weiter zersplitternden Parteiensystem zunehmend schwieriger werde, sich zu behaupten. Linke-Vorsitzende Antje Feiks sieht trotz des verpassten Einzuges ihrer Partei in den Landtag Erfolge. „In Bayern sind in diesem Jahr über tausend Menschen in die Linke eingetreten“, erklärte Feiks.

Roland Herold

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