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Mitteldeutschland Sachsens Regierung mit vollem Wunschzettel
Region Mitteldeutschland Sachsens Regierung mit vollem Wunschzettel
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11:40 20.12.2009
Quelle: dpa
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Dresden

„Ich möchte gern mehr Zeit mit meiner Frau verbringen“, notierte Kultusminister Roland Wöller (CDU). „Ich wünsche mir vor allem Gesundheit für meine Familie und mich. Und vielleicht ein wenig mehr Freizeit“, verriet Umweltminister Frank Kupfer (CDU), blieb aber realistisch: „Alle Wünsche kann wohl selbst der Weihnachtsmann nicht erfüllen.“

Tillich dürfte die Begehrlichkeiten seiner Minister mit Interesse lesen. Denn auch Justizminister Jürgen Martens (FDP) wünscht sich „freie Zeit ohne Termine“. Doch der Liberale hat auch konkrete Sachen im Blick: zwei Bücher und einen Schal. Bei Sozialministerin Christine Clauß (CDU) steht eine „weiße Weihnacht“ ganz oben auf der Liste. Mit Blick auf die Wetterprognosen wird das kaum zu erfüllen sein. Clauß feiert wie alle anderen Minister im Familienkreis und erinnert sich bestimmt an Präsente früherer Jahre. Bei Kupfer rangiert eines ganz oben: „Mein schönstes Geschenk war meine Modelleisenbahn, die mein Vater mir schenkte, als ich noch ein Kind war.“

Auch bei den Weihnachtsbraten liegen die Regierenden im Trend. Bei einigen kommt eine Gans oder Ente am ersten Feiertag auf den Tisch. Am Heiligabend schwören Wöller und Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf Karpfen, Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) auf Fondue und Kupfer auf Bockwurst mit Kartoffelsalat. Tillich ist in dieser Beziehung noch ahnungslos. Er will sich wie im Vorjahr von seinen Kindern bekochen lassen, die das Festessen bis zuletzt als Geheimnis behandeln. Wöller kann eine besondere Tradition in seiner Familie vorweisen - die Oblatenzeremonie: „Da bricht jeder ein Stück Oblate beim anderen ab und verbindet das mit guten Wünschen.“

Bei den Vorbereitungen auf das Fest dominieren im bürgerlichen Lager klassische Rollenbilder: Die Männer fühlen sich für technische Fragen wie die Illuminierung des Weihnachtsbaums verantwortlich, die Frauen haben die ganze Familie im Blick. Für Kupfer endete mit seinem Ministeramt aus Zeitgründen eine Karriere als Plätzchenbäcker. „Eine Aufgabe lasse ich mir aber nicht nehmen: Ich schmücke am Heiligen Abend unseren Christbaum.“ Wöller beklagt hinter vorgehaltener Hand, dass er in der Vorbereitungsphase nur zu niederen Hilfsarbeiten herangezogen wird. Immerhin darf er die Lichterkette auswickeln, am Weihnachtseinkauf teilnehmen und die Weinauswahl bestimmen.

Auch in anderer Beziehung erweist sich Wöller als Feingeist. Er schenkt gern Theater- und Opernkarten. Bei Sabine von Schorlemer - Mutter von drei Kindern - werden traditionell Weihnachtslieder am Klavier angestimmt. „Weihnachten ist für uns eine Zeit der Besinnung. Dies mit der ganzen Familie zu feiern, darauf freue ich mich.“ Nur einer lässt sich partout nicht in die Karten schauen - Finanzminister Georg Unland. Insider vermuten, dass der Parteilose ohnehin kaum Zeit zum Feiern hat. Angesichts von Steuerausfällen dürfte er die Tage mit Rechnen zubringen. Ob ein Rotstift auf Unlands Wunschzettel stand, war nicht zu erfahren.

Jörg Schurig, dpa

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