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Mitteldeutschland Sachsens Schulen dürfen Unterrichtsbeginn zur Fußball-WM verschieben
Region Mitteldeutschland Sachsens Schulen dürfen Unterrichtsbeginn zur Fußball-WM verschieben
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12:40 20.05.2014
Sachsens Schüler dürfen nach spannenden WM-Partien ausschlafen, wenn die Schulleitung den Unterrichtsbeginn vorher verschiebt. Quelle: dpa
Dresden

„Das legen die Schulen in eigener Verantwortung fest“, erklärte eine Sprecherin des Kultusministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Laut Schulgesetz können die Schulen den Unterrichtsbeginn prinzipiell selbst festlegen - spätestens jedoch auf neun Uhr.

Der Sächsische Lehrerverband (SLV) gibt jedoch zu bedenken, dass eine Verlagerung des Unterrichtsbeginns zu logistischen Problemen führen kann - beispielsweise bei den Schulbussen. Werde der Unterricht nach hinten verlagert, könne in den späten Nachmittagsstunden zudem die Konzentration nachlassen. Einen späteren Unterrichtsbeginn während der gesamten WM-Zeit hält der SLV-Vorsitzende Jens Weichelt für unangebracht. „Wenn, dann vielleicht Ausnahmen zu den Deutschlandspielen.“

Während der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien werden viele wichtige Spiele erst um 22.00 Uhr gezeigt. „Es wäre natürlich schön, wenn wir dann auch einmal ausschlafen könnten“, sagte Tom Beyer vom Landesschülerrat. Eine generelle konkrete Forderung der sächsischen Schüler gebe es allerdings nicht. „Wem das wichtig ist, kann sich in Initiativen vor Ort zusammenfinden“, sagte Beyer.

An erster Stelle stehe allerdings auch in WM-Zeiten der Lehrplan: Der müsse trotz allem geschafft werden. Während in anderen Bundesländern die Schüler zumindest nach dem WM-Finale (13. Juli) ausschlafen können, müssen die Jugendlichen hierzulande noch weiter die Schulbank drücken: Im Freistaat beginnen die Sommerferien erst am 21. Juli.

dpa

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