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News Sächsische Fahrschulen: Verkehrssünder stehen Schlange bei Punkte-Abbau-Kursen

Sächsische Fahrschulen: Verkehrssünder stehen Schlange bei Punkte-Abbau-Kursen

Endspurt für Verkehrssünder: Am 1. Mai treten neue Regeln in Kraft. Künftig wird der Führerschein schon bei acht statt 18 Punkten entzogen. Vor der Reform wollen viele Autofahrer ihr Flensburger Strafkonto noch durch ein freiwilliges Aufbauseminar entlasten.

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Wer zukünftig Punkte sammelt - etwa weil er mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wird - wird sie nicht so schnell wieder los.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. "Viele Betroffene fragen bei uns an", sagt Andreas Grünewald, Vorsitzender des Landesverbandes Sächsischer Fahrlehrer. Für reumütige Raser wird die Gnadenfrist allerdings immer kürzer. "Unbedingt sollten sich alle Betroffenen noch um eine Reduzierung ihrer Punkte bemühen." Ein Abbau-Kurs dauert zwischen zwei und vier Wochen. Spätestens am 30. April muss der Teilnahmeschein bei der Führerscheinstelle vorliegen.

Starken Zulauf registrieren auch die Fahrschulen in Thüringen. "Wir spüren, dass die Anfrage nach solchen Kursen gestiegen ist", sagt Gerd-Rüdiger Brandes, Vorsitzender des Thüringer Fahrlehrerverbandes. Dortige Autofahrer hätten jedoch einen Tag weniger, um am Punktekonto zu schrauben, denn am letzten Apriltag seien die Behörden in Thüringen geschlossen.

"Für jemanden, der vier Punkte abbauen kann, lohnt es sich sicherlich", sagt der Dresdner Verkehrsanwalt Alexander Kaden. Vorausgesetzt, es sind nicht mehr als acht Punkte in der Verkehrssünderkartei dokumentiert. Bei neun bis 13 Punkten lassen sich nach dem alten System durch Nachschulungen zwei tilgen. Jedoch darf ein solcher Kurs nur einmal aller fünf Jahre besucht werden. Ab Mai lässt sich der Zählerstand dann nur noch um einen Punkt abbauen.

"Allerdings sollte man im Vorfeld prüfen, ob eine Reduzierung sinnvoll ist", so Kaden. Mit dem Reformkatalog werden die gesammelten Altpunkte ins neue System umgerechnet. Wenn ein Autofahrer mit 13 Punkten zwei Punkte abbaut, fällt er danach auf elf Punkte. Macht nach der Umrechnung fünf Punkte im neuen System - unabhängig davon, ob er am Aufbaukurs teilgenommen hat oder nicht.

Einige Verstöße werden zudem Ende April aus dem Register im Kraftfahrt-Bundesamt gelöscht und künftig auch nicht mehr geahndet. Wer bisher in Umweltzonen ohne Plakette unterwegs war, musste mit 40 Euro Strafe und einem Punkt rechnen. "Künftig zahlt man 80 Euro, muss aber keinen Eintrag mehr fürchten", sagt Kaden.

Neu ist auch: Statt einer Maximalstrafe von sieben Punkten gibt es dann je nach Schwere des Delikts höchstens drei Punkte für einen Verkehrsverstoß. Ab sechs Punkten muss ein Fahreignungsseminar besucht werden. Jeder Punkt verjährt nun separat. Bei einfachen Delikten verfallen die Punkte nach zweieinhalb, bei schweren Verstößen nach fünf oder zehn Jahren.

Bisher konnten neue Verstöße die Ablauffristen der Punkte verlängern."Das neue System ist schon wesentlich schärfer als bisher, da man schneller den Führerschein los ist und alles etwas teuer wird", betont Kaden. Die Bußgelder steigen teilweise um 100 Prozent.

Benjamin Winkler

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