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Mitteldeutschland Sächsische Linke wollen Eignungstest für Halter bissiger Hunde
Region Mitteldeutschland Sächsische Linke wollen Eignungstest für Halter bissiger Hunde
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15:34 27.07.2018
Halter bissiger Hunde sollen nach dem Willen der sächsischen Linken bald einen Eignungstest machen. (Symbolbild) Quelle: dpa
Dresden

Die Linken haben einen Eignungstest für Hundehalter vorgeschlagen, deren Tiere schon einmal Menschen gebissen haben. Mit dem sogenannten Sachkundenachweis können Besitzer belegen, dass sie über grundlegende theoretische Kenntnisse über Hunde und ihre Haltung verfügen. Rasselisten mit vermeintlich gefährlichen Hunden schützten nicht wirklich vor Beißattacken, erklärte die Landtagsabgeordnete Susanne Schaper am Freitag in Dresden: „Die Zahlen zeigen, dass das 'Gesetz zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden' nur ein Papiertiger ist.“

Schaper hatte per Kleine Anfrage im Parlament Auskünfte zu Hunden in Sachsen erfragt. Demnach lebten Ende 2017 im Freistaat insgesamt 96 Hunde, die als vermutlich gefährlich gelten und für die nach sächsischem Gesetz eine Erlaubnis zur Haltung notwendig ist. 2017 wurden in Sachsen drei Menschen von solchen Hunden gebissen. Acht Leute, darunter zwei Kinder, wurden Beißopfer von Kreuzungen zwischen gefährlichen und anderen Hunden. Es gab aber 208 Fälle, bei denen die Betroffenen von ganz normalen Hunden gebissen wurden - für Schaper der Beleg, dass Hunde nicht wegen ihrer Rasse automatisch gefährlich sind.

„Das Verhalten eines Hundes hängt vor allem davon ab, wie kompetent die Person am anderen Ende der Leine ist“, sagte die Politikerin. Das Gesetz und die Rasseliste gaukelten den Menschen vor, dass von anderen Hunden keinerlei Gefahr ausgehe.

LVZ

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