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Mitteldeutschland Schikane in Dresdner Gefängnis: Sachsens Justizministerium weist Vorwürfe zurück
Region Mitteldeutschland Schikane in Dresdner Gefängnis: Sachsens Justizministerium weist Vorwürfe zurück
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16:03 07.04.2017
Blick in einen Gefängnis-Flur (Archivbild) Quelle: dpa
Dresden/Leipzig

Das Sächsische Justizministerium hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach die Mutter eines Gefangenen in der Dresdner JVA schikaniert wurde. Laut der nicht offiziellen Gefangenen-Gewerkschaft GG/BO musste sich eine 56-Jährige vor einem Besuch bei ihrem Sohn komplett entkleiden. „Jeder Besucher muss prinzipiell damit rechnen, dass er auf Drogen und Handys untersucht wird“, erklärte ein Ministeriumssprecher dazu am Freitag.

Am Donnerstag der vergangenen Woche war in der Dresdner Anstalt ein Spürhund im Einsatz, dieser habe bei der Frau angeschlagen. Daraufhin wurden zwei Polizistinnen hinzugerufen, vor denen sich die Frau entkleidete. DNN und LVZ hatten über den Vorfall berichtet.

Es ist nicht das erste Mal, das Sachsens Strafanstalten in der Kritik stehen. Ende vergangenen Jahres urinierten und spuckten in der Kantine beschäftigte Häftlinge in das Essen für die Gefangenen der JVA Dresden. Während der Winterferien gab es in der JVA keinerlei medizinische Betreuung für die Gefangenen. Bundesweit machte die mangelnde Aufsicht über den mutmaßlichen Terrorverdächtigen Djaber Al-Bakr in der JVA Leipzig Schlagzeilen. Dieser wurde in einer Zelle ohne Strom und Licht inhaftiert, in welcher er später erhängt aufgefunden wurde.

LVZ

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