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Mitteldeutschland Schlechten Umfragewerten zum Trotz: Zastrow ruft FDP zu mehr Zuversicht auf
Region Mitteldeutschland Schlechten Umfragewerten zum Trotz: Zastrow ruft FDP zu mehr Zuversicht auf
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13:45 07.01.2012
Holger Zastrow, Landesvorsitzender FDP Sachsen und Bundesvizechef, spricht auf dem Dreikönigstreffen (7. Januar 2012) seiner Partei im Burgtheater Bautzen. Quelle: dpa
Bautzen

„Diese Menschen sehen wir nur nicht, und diese Menschen sehen uns nicht.“ Die Wähler seien von der FDP vielmehr irritiert. Die Partei müsse mehr liberal-konservative Angebote machen und sich um die „vergessene Mitte“ kümmern.

2011 sei für die FDP ein „Seuchenjahr“ gewesen, sagte Zastrow. „Das ist vom Bund ausgegangen und hat uns alle angesteckt.“ Auch in Sachsen hätten die Liberalen trotz guter Bilanz derzeit vermutlich Mühe, wieder in den Landtag zu kommen, meinte Zastrow.

„Das ist die Quittung für zwei miserable Jahre in der Bundesregierung“, sagte Zastrow. „Wenn seit Jahren „Steuersenkung“ auf den Wahlplakaten steht, erwarten die Wähler auch, dass du es machst, wenn die Chance da ist.“ Auch das Ja der Liberalen zur Energiewende sei voreilig gewesen. Das werde mit höheren Energiepreisen und Wettbewerbsfähigkeit bezahlt. Zastrow zufolge muss die FDP bereit sein, Entscheidungen wie etwa den Zeitplan für den Ausstieg aus der Kernenergie, zu überdenken, wenn der Netzausbau nicht vorankomme.

„Die FDP darf nicht einem vermeintlich linksgrünen Zeitgeist hinterher rennen“, beschwor Zastrow seine Partei. Er sei für das neue Jahr optimistisch. „Wir werden das Ganze überleben. Das verspreche ich“, sagte er.

dpa

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