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Mitteldeutschland Schlosspark Dresden-Pillnitz und Militärhistorisches Museum verlangen Eintritt
Region Mitteldeutschland Schlosspark Dresden-Pillnitz und Militärhistorisches Museum verlangen Eintritt
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11:03 02.04.2012
Am Protestspaziergang im Schlosspark Pillnitz beteiligten sich am Sonntag rund 300 Menschen. Quelle: Dominik Brüggemann
Dresden

Beide waren bisher kostenlos. Doch während in der Albertstadt von Anfang an klar war, dass Besucher irgendwann zahlen müssen, gibt es in der Causa weiter Streit.

Das erste Ticket an der Alten Wache löste eine junge Dresdnerin, während Vertreter der Bürgerinitiative erneut ihrem Unmut über die Maßnahme vor dem Kassenhäuschen Luft machten. Sie sehen darin ein „miserables Zeichen" und ein Signal für weitere Parks in Dresden und anderswo, sagte Christian Dekker. Der Direktor der Staatlichen Schlösserverwaltung, Christian Striefler, sprach dagegen von einem Beitrag zur nachhaltigen Kulturfinanzierung, die für die Pflege des Areals enorm wichtig sei.

Am Sonntag hatten sich trotz kaltem Wetter noch einmal mehr als 300 Bürger an einem Protestspaziergang beteiligt, zu dem eine Bürgerinitiative und die Piratenpartei aufgerufen hatten. Protestiert wird nicht nur gegen das Eintrittsgeld an sich, sondern vor allem gegen die Schließung mehrerer Eingänge. Zudem fürchten ansässige Händler, dass künftig weniger Kunden den Weg in ihre Geschäfte finden. 14.000 Unterschriften hatte die Bürgerinitiative beim Landtag gegen das Vorhaben eingereicht, zudem hatte der Stadtrat Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) beauftragt, bei der Landesregierung zu intervenieren.

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Ohne größere Differenzen wurde dagegen die Ankündigung der Bundeswehr aufgenommen, für das neue Militärhistorische Museum Eintritt zu verlangen. Eine Karte kostet 5 Euro, ermäßigt sind es 3 Euro. Wer Wechselausstellungen sehen will, muss noch einmal 2 Euro drauflegen. Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr können das Haus weiter kostenlos besuchen. Für die montäglichen Veranstaltungen wie Foren und Lesungen ab 18 Uhr ist gleichfalls kein Eintrittsgeld erforderlich.

„Mit den Geldern sollen die kostenintensiven Montagsveranstaltungen finanziert werden", sagte Sprecher Sebastian Bangert. Er verwies darauf, dass die Eintrittsgelder im Vergleich zu den anderen Dresdner Museen gering seien. Das Museum hatte in der Anfangsphase nach der Eröffnung zunächst auf Eintrittsgelder verzichtet. Unter anderem auch, da verschiedene Teile der Ausstellung nicht rechtzeitig fertig geworden waren. Ursprünglich sollte der Eintritt bereits seit Jahresbeginn Geld kosten, die Testphase wurde jedoch bis Ende März verlängert.

sl / dpa

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