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Mitteldeutschland Schneechaos in Sachsens Süden und Osten - Leipzig bekommt nichts ab
Region Mitteldeutschland Schneechaos in Sachsens Süden und Osten - Leipzig bekommt nichts ab
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09:09 10.01.2019
Vor allem im Erzgebirge ist mit Straßenproblemen zu rechnen. Quelle: dpa

Der Schneefall hat in Sachsen vielerorts zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt. Angesichts der widrigen Witterungsverhältnisse habe es aber bei Verkehrsunfällen vergleichsweise wenige Verletzte gegeben, teilte die Polizei in Sachsen am Donnerstagmorgen mit. Bei Wermsdorf wurde allerdings bei einem Frontalzusammenstoß ein Mann getötet. Ein Kleintransporter war im Gegenverkehr frontal mit einem Auto zusammengestoßen. Der 57 Jahre alte Autofahrer starb an seinen Verletzungen, der 50 Jahre alte Kleintransporterfahrer wurde schwer verletzt.

In der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge machten vor allem umgestürzte Bäume Probleme. Sowohl der Auto- als auch der Bahnverkehr waren nach Angaben der Polizei Dresden dadurch behindert. Im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz gab es seit Mittwochnachmittag den Angaben zufolge 230 Unfälle mit 22 Verletzten. Vor allem auf der Bundesstraße 174 zwischen Chemnitz und Zschopau kam es durch liegengebliebene Lkws zu schweren Verkehrsbehinderungen.

Bereits in der Nacht zum Donnerstag hatte das Wetter weiterhin für Verkehrsbehinderungen und Polizeieinsätze gesorgt. Auf der Autobahn 72 etwa standen bei Burgstein seit den Abendstunden wegen Schneeglätte mehrere Lastwagen quer, der Verkehr staute sich auf zehn Kilometern Länge, wie eine Sprecherin der Polizei Zwickau in der Nacht sagte. Laut eines Mitarbeiters des Lagezentrums seien die Landkreise Erzgebirge, Vogtland und Sächsische Schweiz besonders betroffen.

Lkw stehen quer

Auf der Bundesstraße 174 zwischen Chemnitz und Marienberg stünden mehr als 166 Lastwagen auf der Fahrbahn, weil sie nicht mehr weiterkämen, sagte ein Sprecher der Polizei Chemnitz. Ähnliche Fälle mit Dutzenden liegen gebliebenen Lkw gab es demnach in Chemnitz und auf der Bundesstraße 95.

Bis Mitternacht hatte die Polizeidirektion Chemnitz Hunderte Verkehrsunfälle mit insgesamt 22 Verletzten gezählt. Der Sprecher berichtete von zahlreichen Sperrungen auf Bundes- und Staatsstraßen. Grund dafür seien meist umgestürzte Bäume. Teilweise sei auch der Winterdienst nicht mehr durchgekommen. Laut Polizei wurde der Grenzübergang nach Tschechien in Oberwiesenthal gesperrt.

Bahnverkehr steht still

Zu Behinderungen kommt es auch im Bahnverkehr. Betroffen ist vor allem Ostsachsen. „Durch den außerordentlich starken Schneefall und Baumstürzen kam es im Netz heute Nacht zu Streckensperrungen zwischen Bischofswerda und Görlitz sowie Zittau. Aktuell pendeln die Züge nur noch zwischen Dresden und Bischofswerda. Es ist bisher nicht möglich, Busersatzverkehr einzurichten“, teilte das auf der Route aktive Unternehmen „trilex“ mit. An vielen Schulen fällt wegen den Witterungsbedingungen deshalb der Unterricht aus.

Leipzig merkt nichts

In Leipzig ist davon nichts zu spüren. Zwar schneite es in der Nacht, die Flocken blieben aber nicht liegen. Die Straßen sind frei und der Verkehr rollt ohne größere Probleme. Die Stadtreinigung war bereits seit der Nacht zum Mittwoch unterwegs und salzte vorsorglich auf den Straßen, vor allem um Glätte zu vermeiden. Im Verlauf des Tages soll der Schneefall dann aufhören, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Im Erzgebirge kann es jedoch bis zum Nachmittag noch etwa 10 Zentimeter Neuschnee geben.

mro (mit dpa)

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