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Mitteldeutschland Schriftliche Bildungsempfehlung: Geplanter Verzicht findet Lob und Kritik
Region Mitteldeutschland Schriftliche Bildungsempfehlung: Geplanter Verzicht findet Lob und Kritik
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21:31 27.11.2017
Demnächst sollen Viertklässler nicht mehr automatisch eine schriftliche Bildungsempfehlung erhalten. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Dresden

Der Verzicht auf eine schriftliche Bildungsempfehlung für Sachsens Viertklässler stößt neben Lob auch auf Kritik. „Wir begrüßen die Bestrebung des Kultusministers, Lehrer von Verwaltungstätigkeiten zu entlasten. Der Verzicht auf eine schriftliche Einschätzung bei der Bildungsempfehlung ist jedoch der falsche Weg“, sagte FDP-Chef Holger Zastrow am Montag in Dresden. Die Transparenz zu den Fähigkeiten der Schüler und ihres realistischen Leistungsvermögens werde für diese und ihre Eltern verringert.

Bisher mussten Klassenlehrer in der Grundschule für jeden Viertklässler eine schriftliche Bewertung verfassen. Sachsens neuer Kultusminister Frank Haubitz (parteilos) will die Reglung ändern, um die Lehrer zu entlasten. Er geht davon aus, dass alleine dadurch für jeden Lehrer bis zu zehn Stunden Arbeit entfallen. Auf Wunsch der Eltern soll es aber auch künftig eine schriftliche Einschätzung geben.

Der Sächsische Lehrerverband begrüßte am Montag die Entscheidung von Haubitz. „Der Verzicht auf ein Wortgutachten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Bildungsempfehlung ist genau der richtige Weg. Leistungsgerechtigkeit wird bewahrt und die Lehrer werden von unnötiger Arbeit entlastet“, erklärte Verbandschef Jens Weichelt. Der Nutzen der schriftlichen Einschätzung rechtfertige den Aufwand nicht.

Eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium wird erteilt, wenn Schüler in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht einen Durchschnitt von 2,0 oder besser erreicht haben. Die Note 4 darf nicht darunter sein.

LVZ

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