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Mitteldeutschland Schule fällt nach Schneeverwehungen aus - Unfall auf B 176
Region Mitteldeutschland Schule fällt nach Schneeverwehungen aus - Unfall auf B 176
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10:24 03.02.2010

Vor allem im Landkreis Mansfeld-Südharz habe es teils erhebliche Verkehrsbehinderungen gegeben, teilte die Polizei in Halle am Mittwoch mit. Zahlreiche Fahrzeuge fuhren sich fest.

Durch die Niederschläge seit Dienstagnachmittag seien Straßen teilweise unbefahrbar gewesen. Am Mittwochmorgen beruhigte sich die Lage wieder. Dennoch teilte der Landkreis Mansfeld-Südharz mit, dass am Mittwoch keine Schulbusse fahren und an allen Schulen der Unterricht ausfalle. Am späten Dienstagabend hatte der Landkreis aufgrund der Wetterlage sogar zeitweise Katastrophenalarm ausgerufen.

Größere Unfälle hatte es bis zum Mittwochmorgen nicht gegeben. In den vergangenen 24 Stunden ereigneten sich unter anderem im Polizei- Bereich Dessau-Roßlau zu 62 Verkehrsunfälle. Das seien zwar mehr als sonst, allerdings gab es dabei überwiegend nur Blechschäden, hieß es. Der Winterdienst war in allen Regionen im Einsatz. Bundesstraßen waren weitgehend geräumt worden. Vereinzelt war der Schnee in den Morgenstunden bei leichten Plusgraden in Regen übergegangen. Der Lagedienst des Innenministeriums warnte weiter vor Glätte und Schneeverwehungen.

Auch in Sachsen haben Schnee, Regen und starker Wind in der Nacht zum Mittwoch den Verkehr behindert. Dabei seien bei Kriebstein (Landkreis Mittelsachsen) mehrere Lastwagen im Schnee stecken geblieben, teilte die Polizei in Chemnitz mit. Nach Angaben des Verkehrswarndienstes des Innenministeriums waren zudem überwiegend in den Landkreisen Leipziger Land und Mittelsachsen zahlreiche Kreis-, Staats- und Bundesstraßen gesperrt. Auf den Autobahn des Landes war es zu Glatteis und Schneeverwehungen gekommen.

Im Bereich der Polizei Westsachsen wurden 74 Unfälle gemeldet. So geriet der Fahrer eines Werkstatt-Wagens auf der Bundesstraße 176 zwischen Flößberg und Bad Lausick auf spiegelglatter Straße ins Schleudern und überschlug sich. Die Bundesstraße musste daraufhin kurzzeitig gesperrt werden. Der Fahrer blieb unverletzt.

Die vom Eis eingeschlossene Insel Hiddensee bekommt derweil Hilfe von der Bundeswehr. Zwei Transporthubschrauber der Marine seien auf dem Weg nach Hiddensee und Rügen, wie Udo Martens vom Bundeswehr-Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch in Bergen sagte. Mit dem einen Hubschrauber sollen Lebensmittel auf die Insel gebracht werden. Der andere übernimmt den Transport von rund 70 Urlaubern, die seit vergangener Woche auf Hiddensee festsitzen. Die Luftbrücke per Hubschrauber war bereits am Dienstag gestartet worden, die Aktion musste aber am Nachmittag wegen neuer Schneefälle unterbrochen werden.

Der Einsatz soll nach Angaben des Leiters Katastrophenschutz des Landkreises Rügen, Karsten Lange, möglichst am Abend abgeschlossen sein. „Wir wollen so viele Lebensmittel rüberschaffen, dass das Wochenende abgesichert ist.“ Auf der Insel leben rund 1050 Menschen.

mro/dpa

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