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Mitteldeutschland Selbstmordrate in Ostdeutschland deutlich höher als in alten Bundesländern
Region Mitteldeutschland Selbstmordrate in Ostdeutschland deutlich höher als in alten Bundesländern
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17:09 27.01.2010
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Leipzig

Das geht aus einer neuen Studie zu Suizidfällen hervor, die das Leibniz-Institut für Länderkunde am Mittwoch in Leipzig veröffentlicht hat. Demnach gab es 2007 etwa in Sachsen 12,4 Selbsttötungen je 100.000 Einwohner; in Thüringen waren es 10,5 und in Brandenburg 10,2. Dagegen lag die Selbstmordrate in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland Nordrhein-Westfalen bei 6,8.

Eine Ausnahme in diesem Ost-West-Gefälle bildet Sachsen-Anhalt, das mit 5,1 Selbstmorden je 100.000 Einwohner im Jahr 2007 die bundesweit niedrigste Rate aufweist. „Wissenschaftlich belastbare Erklärungsversuche liegen dazu bisher nicht vor“, hieß es. Grundsätzlich hänge die Wahrscheinlichkeit eines Suizids von einer ganzen Reihe von Faktoren wie Alter, Geschlecht, soziale Kontakte und ähnlichem ab.

Die meisten Selbstmorde gab es mit 20,9 pro 100.000 Einwohner im bayerischen Weiden in der Oberpfalz, gefolgt vom ehemaligen Landkreis Döbeln (20,2) in Sachsen. Bundesweit nahmen sich 2007 genau 9402 Menschen das Leben, das sind 1,1 Prozent aller Todesfälle. Zum Vergleich: Im Straßenverkehr kamen den Angaben zufolge 5170 Menschen ums Leben. 75 Prozent der Selbstmordopfer waren Männer. Generell sei die Selbstmordrate in Deutschland aber seit Jahrzehnten rückläufig.

dpa

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