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Mitteldeutschland Wie hält es das CDU-Spitzentrio mit dem Osten?
Region Mitteldeutschland Wie hält es das CDU-Spitzentrio mit dem Osten?
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20:56 30.11.2018
Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz, Jens Spahn: Schöne Bescherung / Illustration: Søren Kunz Quelle: Cicero
Leipzig/Dresden

Politischer Showdown am Sonnabendmittag in Leipzig und Ansturm auf die Kongreßhalle am Zoo: Beim Landesparteitag der Sachsen-CDU in der Messemetropole gibt es den letzten direkten Schlagabtausch der drei potenziellen Nachfolger von CDU-Chefin Angela Merkel. Generalsekretärin Annegret Kram-Karrennbauer, Ex-Fraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn wollen sich den rund 900 Gästen (237 Delegierte) vorstellen und noch einmal Werbung in eigener Sache bei der CDU-Basis machen. In einer Woche wird in Hamburg beim Bundesparteitag über die neue CDU-Führung abgestimmt.

„Sehnsucht nach Veränderung“

Die sächsische Union verspricht sich vom Auftritt der drei Kandidaten einen Motivationsschub. „Ich stelle in der CDU eine große Sehnsucht nach Veränderung fest“, sagte Generalsekretär Alexander Dierks im LVZ-Interview. Für Dierks ist es wie für CDU-Chef und Ministerpräsident Michael Kretschmer der erste Parteitag, der nach der Amtsübergabe im Spätherbst 2017 durch den damaligen Regierungschef Stanislaw Tillich über die Bühne geht. Landespolitischer Schwerpunkt ist eine Kretschmer-Rede zur Lage in Sachsen und der Ausblick auf die Landtagswahl im September 2019. Außerdem soll der Leitantrag „Starke Städte, lebenswertes Land“ beschlossen werden.

Das öffentliche Interesse wird sich aber vor allem auf den letzten gemeinsamen Auftritt der drei Kandidaten für die Merkel-Nachfolge richten. Das Spitzen-Trio hatte sich schon in den letzten 14 Tagen auf verschiedenen Regionalkonferenzen quer durch Deutschland vorgestellt, darunter am vorletzten Donnerstag in Halle.

Merz sammelt Sympathien

Dort hatte bei der mitteldeutschen CDU-Basis vor allem Friedrich Merz gepunktet. Für Sachsens CDU-General eine logische Entwicklung. „Merz scheint der größtmögliche Unterschied zu Angela Merkel zu sein“, sagte Dierks. „Deshalb kann ich durchaus nachvollziehen, dass er für einige in der Partei ein Hoffnungsträger ist.“ Jedem sei klar, dass es um einen neuen Aufbruch für die CDU geht. Im Gegensatz zu einigen Kreisverbänden, die sich schon klar für Merz positioniert haben, hat sich der CDU-General aber noch nicht festgelegt. „Ich möchte erst die drei Bewerber auf dem Parteitag persönlich erleben.“ Es sei jedenfalls eine Entscheidung mit großer Tragweite, so Dierks.„Sie sollte gut überlegt sein.“

Während Merz in Teilen der Sachsen-CDU offenbar viele Sympathien sammeln kann, liegt dagegen nach einer ARD-Umfrage Kramp-Karrenbauer beim Rennen um die CDU-Spitze vorn. So votierte in der Befragung fast jedes zweite CDU-Mitglied für die Generalsekretärin als Merkel-Nachfolgerin. Entscheiden werden dann die 1001 Delegierten des Bundesparteitags in Hamburg (7. und 8. Dezember), die Sachsen-CDU stellt 30 Delegierte.

Von André Böhmer und Andreas Debski

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