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So reagieren Sachsens Politiker auf die Wahlen in Schleswig-Holstein

Stimmen So reagieren Sachsens Politiker auf die Wahlen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wurde gewählt – und die CDU hat überraschend deutlich gewonnen. Welche Schlüsse ziehen die sächsischen Parteien aus dem Ergebnis?

Torsten Albig (l), Ministerpräsident und SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, und Daniel Günther, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, geben sich nach dem Verkünden der Ergebnisse die Hand.

Quelle: dpa

Kiel/Leipzig. „Die Regierung Stegner/Albig ist abgewählt. Die Menschen wollen eine starke Regierung unter Führung der CDU“, rief Daniel Günther am Sonntag in die Menge an der Kieler Förde. Mit knapp 33 Prozent der Stimmen für die CDU haben sich die Wähler in Schleswig-Holstein gegen die amtierende Regierung ausgesprochen. Doch welche Schlüsse ziehen die Parteien in Sachsen aus dem Ergebnis?

Die Generalsekretärin der sächsischen SPD , Daniela Kolbe, bezeichnete das Ergebnis ihrer Partei am Sonntag als „bittere Niederlage“. „Da hilft kein Schönreden“, sagte sie. „Wir kämpfen weiter für ein gerechteres Deutschland und den zukünftigen Bundeskanzler Martin Schulz.“ Für die Wahlen in Nordrhein-Westfalen und auch im Bund sei noch alles offen. Die SPD hatte in Schleswig-Holstein ersten Ergebnissen zufolge deutlich verloren und war nur noch auf fast 27 Prozent gekommen. Die bisherige Regierungskoalition hat demnach keine Mehrheit mehr.

Die sächsische CDU hingegen sieht die Union durch den Wahlerfolg gestärkt. Rot-Grün sei abgewählt worden, das Ergebnis mache Mut, sagte Generalsekretär Michael Kretschmer in Dresden. Die CDU setze auf Vernunft und mehr Freiheit für Bürger und Unternehmen und sei damit erfolgreich gewesen. „Auch der Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen ist in greifbarer Nähe“, sagte Kretschmer. Die CDU war bei der Landtagswahl ersten Hochrechnungen zufolge mit mehr als 33 Prozent stärkste Kraft geworden.

Das Abschneiden ihrer Parteifreunde werten die sächsischen Grünen als Erfolg und „sehr gutes Ergebnis“ gewertet. „Wir Grüne können Wahlen gewinnen“, sagte Landesvorstandssprecherin, Christin Melcher, in Dresden. Der Wahlerfolg sei Ergebnis eines engagierten und glaubwürdigen Wahlkampfes und gebe Rückenwind für die bevorstehende Wahl im Bund. Die Grünen waren ersten Hochrechnungen zufolge bei der Landtagswahl auf fast 13 Prozent gekommen und drittstärkste Kraft geworden.

Die sächsische FDP wertet das Ergebnis der Landtagswahl von Schleswig-Holstein am Sonntag als „großartigen Wahlerfolg“. Das Ergebnis sei „der richtige Motivationsschub für die Wahlkämpfer in Nordrhein-Westfalen und den Bundestagswahlkampf“, sagte Landeschef Holger Zastrow in Dresden. Die klare Kante bei den wahlentscheidenden Themen und der unabhängige Kurs ohne Koalitionsaussage hätten sich ausgezahlt. Die FDP hatte ersten Hochrechnungen zufolge mit mehr als elf Prozent deutlich zweistellig abgeschnitten.

Wenig zufrieden zeigten sich die  sächsischen Linken . „Wir haben unser eigenes Wahlziel im Norden der Republik bei dieser Landtagswahl nicht erreichen können“, sagte Parteichef Rico Gebhardt am Sonntagabend in Dresden. „Wir haben den Sprung in den Kieler Landtag nicht geschafft.“ Dennoch sei es gelungen, das Ergebnis verglichen mit der vorherigen Landtagswahl 2012 zu verbessern. Die Basis sei breiter worden. Die Linke war nach ersten Hochrechnungen deutlich an der Fünf-Prozent-Marke gescheitert.

LVZ

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