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Mitteldeutschland Sohn soll Mutter bei spiritueller Handlung unter Wasser gedrückt habe
Region Mitteldeutschland Sohn soll Mutter bei spiritueller Handlung unter Wasser gedrückt habe
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12:12 20.01.2010
Weil er seine Mutter bis zur Bewusstlosigkeit mit dem Kopf unter Wasser gedrückt haben soll, muss sich seit Mittwoch ein 34 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Halle verantworten. Quelle: Volkmar Heinz
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Halle

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Der Angeklagte gab zu Prozessauftakt an, sich an die Tat nicht mehr erinnern zu können. Er leide an Schizophrenie. „Ich habe eingesehen, dass meine Krankheit behandelt werden muss“, sagte der gelernte Siebdrucker.

Laut Anklage soll der Mann am 23. Dezember 2008 seine Mutter in seiner Wohnung in Markwerben (Burgenlandkreis) bei einer spirituellen Handlung im Badezimmer unter Wasser gedrückt haben. Auf die Frage des Vorsitzenden Richters Jan Stengel, worum es sich dabei gehandelt habe, sagte er: „Diese Frage möchte ich nicht beantworten.“ Die Frau, die heute 70 Jahre alt ist, habe noch rechtzeitig den Stöpsel aus der Wanne ziehen und sich retten können.

Ihr Sohn leidet laut Anklage an einer schweren seelischen Störung und soll bei der Tat schuldunfähig gewesen sein. Das Gericht will in dem Sicherungsverfahren, in dem über eine Einweisung des Mannes in die Psychiatrie entschieden werden soll, Zeugen befragen und einen Gutachter anhören. Es hat noch einen weiteren Verhandlungstermin für den 26. Januar anberaumt.

dpa

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