Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Sommerferien: Zum Start drohen lange Autobahnstaus
Region Mitteldeutschland Sommerferien: Zum Start drohen lange Autobahnstaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:13 21.06.2017
Stau auf der A14: Das droht auch zu Beginn der Sommerferien. Da sind Rettungsgassen wichtig. (Archivbild) Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Jetzt wird es eng auf den Autobahnen: Weil in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Bremen die Sommerferien beginnen, setzt sich die Blechkarawane der Urlaubsreisenden voraussichtlich gleich am morgigen Freitagnachmittag oder am frühen Sonnabend in Bewegung. „Zum Beginn und am Ende der Ferien, besonders an den Wochenenden, erwarten wir besonders hohes Verkehrsaufkommen“, sagt Christian Cohn von der Autobahnpolizei am Hermsdorfer Kreuz. Für auftretende Störungen und Staus stünden gesonderte Streifenwagen, Kräder und Polizeihubschrauber bereit.

Autobahnen an der Verschleißgrenze

Etliche Baustellen in Mitteldeutschland kommen noch erschwerend hinzu. „Genau genommen bauen wir von Ostern bis Oktober durchgehend“, sagt Isabel Siebert vom sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Dabei werde versucht, „die Balance zwischen Erforderlichem und Zumutbarem zu schaffen – so gut es eben geht“, so die Behördensprecherin. Fast alle sächsischen Autobahnen seien in den 1990er-Jahren ausgebaut oder erneuert worden. Nach 15 bis 20 Jahren hätten die Asphaltdecken ihre Verschleißgrenzen erreicht. „So viele Autobahnkilometer, wie in den Neunzigern in kürzester Zeit entstanden oder erneuert worden sind, so viele müssen in ähnlich enger zeitlicher Abfolge jetzt erneuert werden“, so Siebert.

Nach ihrer Einschätzung könnte besonders das erste Wochenende der großen Ferien auf den Achsen Richtung Ostsee und Richtung Süden für erhöhtes Verkehrsaufkommen und Staugefahr sorgen. „Neuralgische Punkte sind zudem unsere Autobahnbaustellen, da hier aufgrund des eingeschränkten Straßenraums die Standspur regelmäßig als Fahrspur genutzt werden muss, so dass liegengebliebene Fahrzeuge oder Unfallstellen nicht umfahren werden können.“

Abreise freitags und samstags keine gute Idee

Von Abreisen am Freitagnachmittag und Samstagvormittag rät der Automobilclub ADAC ab. „An den kommenden zwölf Ferienwochenenden müssen Autofahrer deutschlandweit mit vielen Staus und Behinderungen rechnen“, sagt Clubsprecherin Katharina Luca. Zu den größten Staustrecken zählt der ADAC die A 4 zwischen Dresden, Erfurt und dem Kirchheimer Dreieck, die A 9 Berlin–München und die A 72 Chemnitz–Hof.

Auch auf den Fernstraßen im Ausland komme es immer wieder zu Engpässen. Staus müssten vor allem auf klassischen Urlaubsrouten wie Tauern-, Inntal-, Brenner- und Karawankenautobahn in Österreich, Gotthard- und San Bernardino-Route in der Schweiz und den italienischen Fernstraßen in Küstennähe eingeplant werden. „

Etwas mehr Zeit benötigen Reisende auch an den Grenzen nach Kroatien, Serbien, Bulgarien, Griechenland und in die Türkei“, so Luca.

Rettungsgasse kann leben retten

Vor Baustellen oder anderen Hindernissen mit Straßenverengung sei eine besonders rücksichtsvolle Fahrweise angebracht, meint die Polizei. Dazu gehöre das abwechselnde Einfädeln der Fahrzeuge. Bereits bei entstehenden Staus müsse zwingend eine Rettungsgasse gebildet werden: Alle Spuren nach rechts, nur die linke Überholspur möglichst weit nach links. „Das kann Leben retten und ermöglicht auch das zügige Beräumen von Hindernissen und Unfallstellen, damit der Verkehr schnell wieder ins Rollen kommt“, betont Autobahn-Ordnungshüter Cohn.

Winfried Mahr

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der sächsische Landtag hat die letzten drei verbliebenen Einsprüche gegen die Landtagswahl von 2014 abgewiesen. Die AfD kritisierte nach der Abstimmung die Arbeit des Ausschusses.

21.06.2017

Acht deutsche Städte planen, sich als Kulturhauptstadt 2025 zu bewerben, darunter drei mitteldeutsche Städte. Halle nimmt doch nicht am Wettbewerb teil.  

21.06.2017

Auf vollelektrischen Sattelzügen wollen Volkswagen und Porsche künftig ihre Waren transportieren. Die 40-Tonner werden am Mittwoch vorgestellt.

20.06.2017
Anzeige