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Mitteldeutschland Spur des Manchester-Attentats führt auch nach Leipzig
Region Mitteldeutschland Spur des Manchester-Attentats führt auch nach Leipzig
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08:51 07.10.2017
Bewaffnete Polizisten gehen am 23.05.2017 in der Nähe der Manchester Arena in Manchester (Großbritannien) (Archivbild) Quelle: dpa
Leipzig

Nach dem Bombenanschlag bei einem Konzert in Manchester verfolgen britische und deutsche Staatsschützer auch eine Spur, die nach Deutschland führt. Der Bruder und mutmaßliche Komplize des Attentäters Salman Abedi reiste in den Großraum Leipzig und nach Weißenfels, so der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Samstags-Ausgabe. Wie die Zeitung aus Sicherheitskreisen erfuhr, reiste der jüngere Bruder des Täters am 17. Dezember 2016 ohne Fahrkarte von Weißenfels nach Leipzig. Dabei wies sich der Engländer mit libyschen Wurzeln gegenüber den Beamten mit seiner britischen Fahrerlaubnis aus.

Er soll den Erkenntnissen zufolge drei libysche Geschäftsleute in Sachsen-Anhalt und Leipzig kontaktiert haben. Die drei Männer seien als Geldwäscher eingestuft, informierten britische Geheimdienstbehörden kurz nach dem Bombenanschlag ihre deutschen Kollegen. Nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers durchsuchte die Staatsanwaltschaft Halle bereits im Juli die Geschäftsräume eines der drei Unternehmen in Weißenfels und Leipzig. Dabei ging es wohl um Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigung von Arbeitskräften.

Der Bruder des Täters wurde nach dem Manchester-Attentat in seiner libyschen Heimat festgenommen. Er gab an, von den Anschlagsplänen seines Bruders gewusst zu haben. Bei dem Anschlag im Mai starben 22 Besucher eines Pop-Konzerts nebst dem mutmaßlichen Attentäter Salman Abedi.

dei

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