Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Staatsanwaltschaft: Bekennerschreiben zu Anschlägen von Dresden war «Fake»
Region Mitteldeutschland Staatsanwaltschaft: Bekennerschreiben zu Anschlägen von Dresden war «Fake»
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:28 30.09.2016
Schäden an einer Dresdner Moschee nach dem Sprengstoff-Anschlag vom Montag. Quelle: dpa
Dresden

Ein nach den Sprengstoffanschlägen in Dresden im Internet verbreitetes Bekennerschreiben ist nach Einschätzung der Behörden gefälscht. «Nach derzeitigem Erkenntnisstand handelt es sich um ein Fake», sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, am Freitag in Dresden. Dies habe die Auswertung des Schreibens anhand von Formulierungen und Wortwahl ergeben. Wer dahinter stecke, sei nicht bekannt. Zuvor hatte die ARD berichtet.

Das Schreiben, in dem vermeintlich Linke die Verantwortung für die Anschläge auf eine Dresdner Moschee und das Kongresszentrum übernahmen, hatte kurz vor der zentralen Feier zur Deutschen Einheit in Dresden für Verwirrung gesorgt. Die Antifa hatte es umgehend als Fälschung bezeichnet; die Internetplattform «linksunten», auf der es veröffentlich worden war, hatte es nach kurzer Zeit gelöscht.

Vor der Tür der Moschee und auf der Terrasse des Kongresszentrums waren am Montagabend Sprengsätze explodiert. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Ermittlungen dazu laufen laut Klein weiter auf Hochtouren.

LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sachsens CDU und die CSU wollen ihre Parteien als Reaktion auf die Erfolge der AfD wieder nach rechts rücken. In einem gemeinsamen Aufruf befeuern sie die Leitkulturdebatte neu. Zuwanderer werden dabei an mehreren Stellen in die Pflicht genommen, andere gesellschaftliche Gruppen spart das Papier komplett aus.

30.09.2016

Eine öffentliche Entschuldigung blieb aus, auch nennenswerten Folgen gab es nicht. Nach dem „Umvolkung“-Tweet der Leipziger CDU-Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla hat das Internationale Auschwitz Komitee der Union deshalb nun Feigheit und Hasenfüßigkeit vorgeworfen.

30.09.2016

Skatstadt, Zwiebelstadt, Stiefelstadt – Quizfrage: Welche Kommunen in Leipzigs Umland tragen wohl diese Spitznamen? Ganz klar: Altenburg, Borna und Döbeln sind gemeint. Aber wieso eigentlich? Die LVZ zeigt an zwölf Beispielen, warum die Städte heißen, wie sie heißen.

30.09.2016