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Mitteldeutschland Statistisches Jahrbuch 2016 liegt vor – Einkommen und Geburtenrate im Blick
Region Mitteldeutschland Statistisches Jahrbuch 2016 liegt vor – Einkommen und Geburtenrate im Blick
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17:09 29.11.2016
Wie viel in Sachsen im Schnitt verdient wird, zeigt das Statistische Jahrbuch (Archivbild). Quelle: dpa
Dresden

Sachsen präsentiert Zahlen und Fakten rund um den Freistaat. Burkhard Müller, Präsident des Statistischen Landesamtes, hat am Dienstag das Statistische Jahrbuch für 2016 vorgelegt. Auf mehr als 500 Seiten bietet das Werk einen kompakten Überblick zu allen Lebensbereichen in dem Bundesland. Auch sehr spezielle Informationen bleiben da nicht aus.

Unter dem Strich verdienen die meisten Sachsen zwischen 1100 und 1300 Euro pro Monat. Das erklärte Müller bei der Vorlage der neuen Ausgabe. Demnach verfügte im Vorjahr gut eine halbe Million Menschen über ein solches Einkommen. Bei rund 490.000 Männern und Frauen seien es zwischen 900 und 1100 Euro gewesen. Im Durchschnitt soll das monatliche Nettoeinkommen bei 1168 Euro gelegen haben. Die Werte berücksichtigen nicht nur Lohn und Gehalt, sondern auch Leistungen wie Rente und Kindergeld.

Steigende Geburtenrate

Um sich Wissen und Fähigkeiten für das Berufsleben anzueignen, haben sich im vergangenen Wintersemester insgesamt 113.281 Studenten an den sächsischen Hochschulen geschrieben (plus 707). Für rund 44 Prozent der Bevölkerung ist die eigene Erwerbstätigkeit am wichtigsten, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, erklärte Müller. Für fast 30 Prozent waren es Rente oder Pension. Darüber hinaus ist in dem Jahrbuch ersichtlich, dass die Haushalte rund ein Drittel ihres Nettoeinkommens für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung ausgegeben haben.

Ebenfalls aufgeführt sind Zahlen zur Geburtenentwicklung. Sie zeigen, dass 2015 in Sachsen insgesamt 36.466 Kinder zur Welt kamen. Im Vergleich zum Jahr zuvor seien das 531 neue Erdenbürger mehr. Die Geburtenrate erhöhte sich von 1,57 auf 1,59 Kinder pro Frau. Damit belege der Freistaat bundesweit erneut den ersten Platz – wie in den Jahren seit 2011 auch. Die Gesamtbevölkerung kletterte durch den Zuzug von Ausländern auf 4.084.851 Einwohner.

Wirtschaftlicher Aufschwung

In der Industrie setzte sich die schwungvolle Entwicklung aus dem Vorjahr weiter fort. Der Gesamtumsatz soll 63,7 Milliarden Euro betragen haben – ein Plus von 4,5 Prozent. Noch höher fiel die Steigerung beim Export aus. Der Statistik zufolge wurde dieser im Jahr 2015 um sieben Prozent auf 38,5 Milliarden Euro hochgeschraubt. Den größten Zuwachs (38 Prozent) verbuchten dabei offenbar die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten.

Wer das Jahrbuch durchblättert, erhält aber auch sehr spezielle Informationen. So ist zum Beispiel zu lesen, dass jeder Sachse im Schnitt gut 150 Kilogramm Haus- und Sperrmüll trennte. Dass exakt 18.541 neue Ehen geschlossen wurden. Dass die mittlere Wohnfläche bei rund 75 Quadratmetern gelegen haben soll. Und dass nahezu 140.000 neue Fahrzeuge im Freistaat angemeldet wurden.

Einzelne Kapitel des Statistischen Jahrbuchs 2016 gibt es kostenlos im Internet auf der Website des Statistischen Landesamtes. Als gedruckter Band ist es für 24,90 Euro im Vertrieb des Amtes erhältlich.

Von Matthias Klöppel

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