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Stollenfest auf dem Striezelmarkt in Dresden: Zehntausende besuchen Festumzug

Stollenfest auf dem Striezelmarkt in Dresden: Zehntausende besuchen Festumzug

Der Dresdner Riesenstollen des Jahres 2014 ist zerschnitten, zerlegt und aufgeteilt. Stollenmädchen Luise Fischer und Bäckermeister René Krause legten bei dem 21. Stollenfest in Dresden Hand an das Riesenstollenmesser und entnahmen das erste Stück aus dem gigantischen Backwerk.

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Anschnitt beim Dresdner Stollenfest: August der Starke (Klaus-Dietmar Matthes), Stollenmädchen Luise Fischer und Bäckermeister René Krause vor dem Riesenstollen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Dresden. Zehntausende Striezelmarkt- und Stollenfestbesucher halfen, den Teiggiganten aufzuteilen und kauften Pfund-Portionen für je 5 Euro.

Zuvor zog ein historischer Festumzug mit rund 600 Darstellern vom Schlossplatz zur Hauptbühne des Striezelmarktes, angeführt von Kurfürst August dem Starken (Klaus-Dietmar Matthes) auf einem schwarzen Ross.

August der Starke war es schließlich, der die Grundlage für die heutigen Dresdner Riesenstollen legte. Beim Zeithainer Lustlager im Jahr 1730 wünschte er sich von seinen Bäckern den ersten Riesenstollen. Diese schufen damals jenen 1800 Kilogramm schweren Christstollen, der seit dem 1. Stollenfest im Jahr 1994 jedes Jahr Werbung für die Dresdner Weihnachtsspezialität macht und den hiesigen Bäckern einen satten Umsatz beschert. Am Samstag betonte August der Starke, der zunächst auf dem Schlossplatz die zahlreichen Touristen begrüßte, auch die Meisterleistung von Daniel Pöppelmann. Der Erbauer des Dresdner Zwingers habe den Backofen gebaut, in dem der historische Riesenstollen gebacken wurde. „Ohne jenen Westfalen gäbe es keinen Stollenfest“, so der Kurfürst.

Ohne Westfalen kein Stollenfest

Einen großen Ofen benötigen die Dresdner Bäcker inzwischen nicht mehr. Der Riesenstollen wird aus rund 400 etwa acht Kilogramm schweren Stollenplatten zusammengesetzt. Die ergaben ein Maß von 4,34 Metern Länge, 1,77 Metern Breite und 74 Zentimetern Höhe. Laut der Veranstalter wog der Riesenstollen in diesem Jahr 3341 Kilogramm. Dafür vermengten die beteiligten Bäcker in ihren Stollenplatten 1,2 Tonnen Mehl, 750 Kilogramm Butter, 200 Kilogramm Zucker sowie 1,5 Millionen Sultaninen. Aber nicht nur die Größe überzeugte die Bäcker, August den Starken und den Ersten Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP). „Geschmacklich hervorragend“, urteilte die königliche Prominenz (Klaus-Dietmar Matthes) über das erste Stück vom Stollen. Auch das Stollenmädchen Luise Fischer verkostete genüsslich das saftige Naschwerk. „Für mich ist das heute der wichtigste Tag im Stollenjahr. Ich habe mich sehr auf das Stollenfest und den Anschnitt gefreut“, so die 17-Jährige.

Echte Handarbeit aus Dresden

Für Henry Mueller, Obermeister der Dresdner Bäckerinnung und Vorsitzender des „Schutzverbandes Dresdner Stollen“, ist der Erfolg des Stollenfestes auch ein Zeichen der Wertschätzung des Bäckerhandwerkes. „Viele der Kollegen haben ihre erste Schicht in ihren Betrieben hinter sich, sind seit Mitternacht auf den Beinen. Mit dem Riesenstollen präsentieren wir echte Handarbeit aus Dresden, die auch noch schmeckt“, so Müller während des Festes. Der Erlös aus dem Verkauf der Stollenschutzverband an den Kinderchor „Dresdner Spatzen“. Ein weiterer Teil fließt in den Bäckernachwuchses, damit auch künftige Generationen vom Dresdner Stollen kosten können.

dbr

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