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Studenten in Leipzig und Dresden protestieren gegen Stellenstreichung

Studenten in Leipzig und Dresden protestieren gegen Stellenstreichung

Mit zahlreichen Aktionen haben Studenten in Dresden und Leipzig am Mittwoch gegen den geplanten Stellenabbau an den Universitäten protestiert. Mehr als 100 Studierende der Fakultät Verkehrswissenschaften versammelten sich am Mittag vor dem Dresdner Hauptbahnhof zu einer Vorlesung unter freiem Himmel.

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Jonas Seufert, Mitorganisator der öffentlichen Vorlesung in Dresden, vor einem der Protestplakate.

Quelle: Franziska Schmieder

Dresden/Leipzig. „Wir haben uns mit Klappstühlen gut sichtbar positioniert“, sagte der Sprecher des Fachschaftsrates, Lorenz Wünsch. Als Tafel dienten dem Dozenten große Pappschilder. Die Studenten wollen damit die „überproportional großen Einschnitte“ kritisieren - demnach seien allein im Bereich der Verkehrswissenschaft bis zu 30 Prozent der Lehrstühle gefährdet.

Auch Studenten der Fakultäten Romanistik und Geowissenschaften beteiligten sich mit Aktionen in der Dresdner Innenstadt und auf dem Uni-Campus an den Protesten, einige warfen sinnbildlich „Lehrstühle“ aus dem Fenster. „Der geplante Stellenabbau steht in krassem Gegensatz zur Exzellenzinitiative der TU“, kritisierte Wünsch. Auch in Leipzig gab es Proteste: Studenten verteilten unter anderem Postkarten mit der Aufschrift „Wir zeigen die Rote Karte“, die Passanten dann an die Wissenschaftsministerin schicken können. Zudem wollen Hunderte Studenten einen symbolischen Cent als Spende an das Ministerium überweisen.

Sachsen will voraussichtlich bis 2020 mehr als 1000 Stellen an den Hochschulen kürzen - das Gros davon ab dem Jahr 2016. Derzeit gibt es rund 9000 Stellen im Hochschulbetrieb.

„Die Kürzungen werden die sächsische Hochschullandschaft ruinieren“, sagte Linken-Hochschulexperte Gerhard Besier. Vor allem Geistes-, Sozialwissenschaften sowie die Sprachausbildung würden stückchenweise amputiert. „Die Salamitaktik muss aufhören“, forderte Besier. Die SPD-Fraktion im Landtag forderte unterdessen Klarheit vom Wissenschaftsministerium. Nahezu täglich erfahre man von neuen Bereichen und Studiengänge, die abgewickelt werden sollen.

dpa

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