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Mitteldeutschland Autobauer in Sachsen profitieren von E-Mobilität
Region Mitteldeutschland Autobauer in Sachsen profitieren von E-Mobilität
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13:07 13.02.2019
BMW-Mitarbeiter arbeiten in der Produktion des Elektroautos i3 im Werk in Leipzig. Quelle: dpa
Leipzig

Die Elektromobilität in Deutschland nimmt laut einer Studie rasant Fahrt auf. Und Sachsen wird davon besonders profitieren. Obwohl derzeit noch keine Trendwende auf den Straßen zu spüren ist, werden 2025 in Deutschland knapp 1,6 Millionen Elektroautos produziert. Das macht einen Anteil an der gesamten Fahrzeugproduktion im Inland von nahezu 30 Prozent aus. Anders als im Bundesschnitt werden in Sachsen in sechs Jahren rund 15 Prozent mehr Fahrzeuge produziert. Damit kommt dann jedes vierte in Deutschland produzierte vollelektrische Fahrzeug aus Sachsen.

Zu diesen Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des sächsischen Automobilzuliefernetzwerks (AMZ) und des Chemnitz Automotive Institute (CATI).

Anteil der E-Autos liegt heute bei unter fünf Prozent

Die Analysten von AMZ und CATI haben die Strategien und Produktplanungen von Volkswagen, Audi, Porsche, Daimler, BMW, Opel und Ford untersucht. Dabei nahmen sie die bis 2025 geplanten Modelle und Stückzahlen genauso ins Visier, wie die vorgesehene Entwicklung der E-Fahrzeug bauenden beziehungsweise E-Komponenten fertigenden Werksstandorte.Insgesamt werden heute jährlich 5,6 Millionen Pkw in Deutschland gefertigt. Der Anteil der E-Autos liegt heute deutlich unter fünf Prozent, heißt es in der Studie.

„Regulatorische Auflagen wie CO2-Limits in Europa oder E-Auto-Quoten in China zwingen die Automobilhersteller, ihr Produktportfolio zu elektrifizieren“, heißt es. Dabei stehen gegenwärtig batteriebetriebene Fahrzeuge und Plug-in-Hybride im Vordergrund. Für Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge wird bis mindestens 2030 kein nennenswerter Pkw-Volumenmarkt als realistisch angesehen.

Zulieferer sollen sich auf die Zukunft einstellen

„Die Autohersteller haben ihre Elektromobilitätsstrategien bis 2025 formuliert. Damit gehen zum Teil einschneidende Veränderungen im gesamten Fahrzeugportfolio einher, die sich auf die Partner in der Wertschöpfungskette auswirken“, sagt AMZ-Manager Dirk Vogel. „Von den Mitgliedern unseres Netzwerks und weiteren Zulieferern wissen wir, dass für sie dieser Prozess noch mit vielen Fragezeichen behaftet ist. Die Unternehmen suchen konkrete Informationen zu den Veränderungen, auf die sie sich bezüglich ihres Produkt- und Leistungsspektrum sowie geplanter Fertigungsumfänge einstellen müssen.“ Mit der Studie erhalten sie in dieser Form erstmals Fakten dazu, so Vogel weiter. So könnten sich die Zulieferer besser auf die Zukunft einstellen.

Die Analysten rechnen damit, dass bei einer unverändert hohen Exportquote 77 Prozent der im Inland produzierten Pkw ins Ausland gehen. 2025 sei auf dem inländischen Markt mit einem Anteil vollelektrischer Pkw an den Neuzulassungen von rund zehn Prozent zu rechnen. Heute ist es ein Prozent. Für diesen Anstieg müsse unbedingt die nötige Infrastruktur wie Landesäulen und leistungsfähige Netze zur Verfügung zu stellen, mahnt Werner Olle. CATI-Direktionsmitglied.

Werke in Sachsen stellen Produktion um

„Anders als im Bundesdurchschnitt wird das in Sachsen 2025 produzierte Fahrzeugvolumen gegenüber 2017 um rund 15 Prozent wachsen, von heute 740 000 auf künftig 850 000 Fahrzeuge“, erklärt Olle. „Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge erreicht dabei eine Größenordnung von 40 bis 45 Prozent und wird damit erheblich über dem Bundesdurchschnitt liegen.“ Fast jedes vierte in Deutschland gefertigte vollelektrische Fahrzeug käme 2025 somit aus Sachsen. Basis dieser Prognosen sei die Transformation des VW-Werkes Zwickau zu einem reinen E-Fahrzeug bauenden Standort für mehrere Marken. Zudem baue auch BMW in Leipzig die Kapazität aus, und auch bei Porsche Leipzig sei der Bau eines E-Fahrzeuges vorgesehen.

Von Andreas Dunte

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