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Mitteldeutschland Studie: Junge Menschen leben gern in Sachsen - Skepsis gegenüber Ausländern
Region Mitteldeutschland Studie: Junge Menschen leben gern in Sachsen - Skepsis gegenüber Ausländern
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18:08 11.04.2014
Studie: Junge Leute leben gern in Sachsen. Quelle: dpa
Dresden

Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, auch in zehn Jahren noch in ihrer Heimat leben zu wollen.

Bei der letzten Studie 2009 waren es noch 31 Prozent. Für die vom Sozialministerium in Auftrag gegebene Studie wurden rund 1000 Jugendliche im Alter von 15 bis 26 Jahren befragt. Dennoch sei Jugend ein „knappes Gut“, um das sich Kommunen und Freistaat besonders kümmern müssten, so Clauß. Lag der Anteil der unter 18-Jährigen im Jahr 1990 noch bei 21,6 Prozent, waren es 2012 nur noch 13,8 Prozent.

Jugendliche bevorzugen stärker als zuvor ein traditionelles Familienmodell: Ehe mit Kind. Im Werte- Ranking steht persönliches Glück an erster Stelle (79 Prozent). Mehr als 70 Prozent wollen etwas erreichen im Leben und selbiges genießen. Andere Trends sind dagegen laut Ministerin Clauß weniger erfreulich.

Skepsis gegenüber Ausländern

So zeigt die Studie, dass weniger junge Menschen bereit sind, sich in einer Partei zu engagieren. Nur noch 47 Prozent der Jugendlichen nannten eine ihnen nahestehende Partei (2009: 51 Prozent). Weniger als die Hälfte sind in einem Verband oder einem Verein aktiv.

An der ablehnenden Haltung der Jugendlichen gegenüber Ausländern hat kaum etwas geändert. Demnach sehen nach wie vor knapp zwei Drittel der sächsischen Jugendlichen den Ausländeranteil in Deutschland als zu hoch an. 58 Prozent meinen, dass ein weiterer Zuzug von Ausländern nicht mehr verkraftbar sei. Die Jugendstudie wird aller vier Jahre erhoben.

Die Studie "Jugend 2013 in Sachsen" zum Download als pdf-Dokument

dpa

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