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Mitteldeutschland Sturmtief über Sachsen: Stromausfälle und umgeknickte Bäume – keine Verletzten
Region Mitteldeutschland Sturmtief über Sachsen: Stromausfälle und umgeknickte Bäume – keine Verletzten
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19:35 11.01.2015
In Sachsen war es am Wochenende stürmisch. (Symbolbild) Quelle: Bodo Marks
Dresden

Der Sturm habe in der Region zahlreiche Bäume entwurzelt und Strommasten umknicken lassen, vereinzelt mussten Straßen gesperrt werden. Mehrere Fahrzeuge wurden beschädigt, Menschen wurden nicht verletzt.

Im vogtländischen Netzschkau krachte ein Baum auf ein mit einem Einfamilienhaus verbundenes Stromkabel. Laut Polizei wurde durch die Wucht des Aufpralls der Giebel des Hauses herausgerissen, die Decke stürzte ein. Die 74-Jährige Bewohnerin blieb unverletzt. Das traditionelle Dresdner Neujahrsschwimmen, bei dem sich jedes Jahr wagemutige Schwimmer in die Elbe stürzen, wurde wegen des steigenden Elbepegels abgesagt. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit Wasserschutzpolizei gefallen, teilten die Veranstalter von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Dresden mit. Am 1. Februar soll das Neujahrsschwimmen nachgeholt werden.  

Das Landeshochwasserzentrum rief am Sonntagvormittag für den Elb-Pegel in Schöna (Sächsische Schweiz) bei einem Stand von knapp vier Metern die unterste Alarmstufe  aus. Am Sonntagabend sollte die unterste Alarmstufe auch in Dresden erreicht werden. Normal ist ein Pegelstand von knapp zwei Metern - kritisch wird es ab sechs Metern.

Stromausfälle in Westsachsen

In Westsachsen fiel am Samstagabend vielerorts der Strom aus. Nach Angaben der Netzgesellschaft Mitstrom Netz waren im Raum Leipzig und in Nordsachsen rund 9500 Haushalte betroffen. Innerhalb einer Stunde seien die Probleme durch Umschalten auf andere Leitungen oder Reparaturen jedoch behoben worden, sagte eine Unternehmenssprecherin am Sonntag. Hauptursache für die Stromausfälle waren demnach abgebrochene Äste und Bäume, die auf Stromleitungen stürzten.

Die Polizei in Chemnitz meldete bis Samstagnacht 36 Einsätze wegen des Sturms. Vor allem umgestürzte Bäume, herabfallende Äste oder umherfliegendes Material von Zäunen oder Baustellen sorgten für Behinderungen, hieß es. In Chemnitz wurde am Samstagnachmittag eine 22-Jährige mit ihrem Fahrzeug von einer Windböe gegen ein parkendes Auto gedrückt. Insgesamt habe das Sturmtief aber nur geringe Schäden hinterlassen, hieß es.  

Sturmtief „Felix“ ist mit bis zu 133 Kilometern pro Stunde durch Sachsen gezogen. Dieser Spitzenwert wurde am späten Samstagabend auf dem Fichtelberg gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte. Doch auch in tieferen Lagen brauste der Sturm mit bis zu 97 Kilometern etwa durch Dresden oder Lichtentanne im Kreis Zwickau. In der Nacht zum Sonntag schwächte sich der Wind dann deutlich auf etwa 50 Kilometer pro Stunde ab.

lvz

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