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News Suche nach Ursache für Kirchenbrand in Walldorf – Turm ist nicht einsturzgefährdet

Suche nach Ursache für Kirchenbrand in Walldorf – Turm ist nicht einsturzgefährdet

Die Spurensuche in der Ruine der niedergebrannten Kirche von Walldorf (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) kann erst am Donnerstag beginnen. Ein Statiker habe am Mittwoch zwar festgestellt, dass der vom Brand in Mitleidenschaft gezogene Kirchturm nicht einsturzgefährdet sei, erklärte Polizeisprecher Eberhard Wagner in Suhl.

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Die historische Kirche im thüringischen Walldorf brennt nieder.

Quelle: dpa

Walldorf/Suhl. Allerdings müsse zunächst ein Teil der Dachkonstruktion gesichert werden. Am Donnerstagmorgen könnten dann die Brandermittler mit ihrer Arbeit in der Ruine beginnen. Die Bewohner der drei zunächst geräumten benachbarten Häuser können bereits in ihre Wohnungen zurückkehren.

In der Zwischenzeit zeigte die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Ilse Junkermann Anteilnahme am Schicksal der Walldorfer Gemeinde: „Über Jahre hinweg haben die Menschen ihre Kirche mit viel Mühe saniert. Gestern mussten sie mit ansehen, wie ihre Kirche in Flammen aufging“, sagte Junkermann am Mittwoch.

Der Walldorfer Pfarrer Heinrich Freiherr von Berlepsch kündigte an, die Kirche wieder aufzubauen. „Die Kirchenburg ist das Wahrzeichen von Walldorf. Für uns gibt es keine Alternative zu einem Wiederaufbau“, erklärte er. Außen solle der Neubau dem Original gleichen. Innen könnten moderne und traditionelle Elemente miteinander verbunden werden. Der Ostergottesdienst werde vermutlich in der Nachbarkirche in Melkers abgehalten.

Am Dienstagnachmittag waren Kirchenschiff und Kirchturm komplett in Flammen aufgegangen. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Das Kirchenschiff brannte vollständig aus, das Dach stürzte ein. Erst nach mehr als fünf Stunden konnte die Feuerwehr, die mit mehr als 100 Einsatzkräften ausgerückt war, die Flammen löschen.

Die evangelische Kirche von Walldorf im Werratal stammt in ihrer heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert. Die Geschichte der Kirchenburganlage des Ortes reicht zurück bis ins Mittelalter.

Vergleichbare Kirchenbrände in Thüringen sind bisher aus Riethnordhausen (Kreis Sömmerda) und Schöps (Saale-Holzland-Kreis) bekannt. In beiden Fällen wurden die Kirchen wieder aufgebaut. Zum Brand der als „Thüringer Laterne“ bekannten Kirche in Riethnordhausen von 1996 gab es zwar einen Verdacht auf Brandstiftung, nach Polizeiangaben wurden aber nie Täter ermittelt. Die Versicherung beglich die seinerzeit von der Kirche benannten 2,6 Millionen Euro Kosten für den Wiederaufbau. Bei der 500 Jahre alten Kirche in Schöps hatte die Polizei 2002 Brandstiftung als Ursache ausgeschlossen.

dpa

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