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Mitteldeutschland Tausende Demonstranten für Flüchtlinge und gegen „Pegida“ in Dresden auf der Straße
Region Mitteldeutschland Tausende Demonstranten für Flüchtlinge und gegen „Pegida“ in Dresden auf der Straße
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19:37 15.12.2014
Tausende Demonstranten gingen am Montag in Dresden gegen Pegida auf die Straße. Quelle: DNNOnline
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Dresden

Einem vom Bündnis „Dresden Nazifrei“ organisierten Demonstrationszug vom Bahnhof Neustadt zur Semperoper schlossen sich auch die Grünen-Bundesvorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir an. Dort wollte das Bündnis „Dresden für alle“ eine Kundgebung abhalten.

Dresden. Kurz vor Beginn einer weiteren „Pegida“-Demonstration sind in Dresden am Montagabend erneut mehrere Tausend Menschen gegen Intoleranz und für Flüchtlinge auf die Straße gegangen. Einem vom Bündnis „Dresden Nazifrei“ organisierten Demonstrationszug vom Bahnhof Neustadt zur Semperoper schlossen sich auch die Grünen-Bundesvorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir an.

Laut Polizei nahmen an den Kundgebungen der „Pegida“-Gegner mehr als 5600 Menschen teil. Die Polizei war erneut mit weit mehr als 1000 Beamten aus mehreren Bundesländern im Einsatz.

Die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) haben zu ihrer neunten Demonstration in Folge aufgerufen. Am vergangenen Montag waren insgesamt rund 20.000 Anhänger beider Lager in Dresden auf die Straße gegangen.

Scharfe Kritik von Merkel und Dulig an Pegida

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilte die Aktionen der Bewegung Pegida scharf. In Deutschland gelte zwar die Demonstrationsfreiheit, aber hier sei kein Platz für Hetze und Verleumdung, sagte sie am Montag in Berlin.

Indes hält Sachsens stellvertretender Ministerpräsident und SPD-Chef Martin Dulig Gespräche mit den Organisatoren des populistischen Bündnisses für unnötig. „Wir brauchen keinen Dialog mit den Anführern von „Pegida“, die die Ängste der Menschen missbrauchen“, sagte er am Montag in Dresden. „Stattdessen müssen wir mit den Menschen selbst sprechen, Ihnen zuhören und Ihnen die Antworten geben, die sie von der Politik zu Recht verlangen.“ Der Wirtschaftsminister äußerte sich wenige Stunden vor der neunten Demonstration der „Pegida“ in Dresden.

dpa

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Am heutigen Abend werden wieder mehrere Tausend Menschen auf den Straßen erwartet. Das Bündnis "Dresden für alle" demonstriert ab 17.30 Uhr auf dem Theaterplatz für eine weltoffene Stadt, ab 18.30 Uhr will die Pegida-Bewegung wieder gegen die angebliche Islamisierung durch die Stadt ziehen.

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