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Mitteldeutschland Taxifahren in Ostsachsen werden voraussichtlich bald teurer
Region Mitteldeutschland Taxifahren in Ostsachsen werden voraussichtlich bald teurer
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11:41 05.07.2014
Archivfoto Quelle: dpa
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Leipzig

Im Erzgebirgskreis wurde zwischen Taxiunternehmen und Taxiverbänden vereinbart, bis zum Spätherbst des Jahres zunächst zu beobachten, wie sich die Ertrags- und Kostensituation entwickelt.

Dort, wo bereits über neue Tarife gesprochen wird, stehen Erhöhungen um 25 bis 30 Prozent zur Diskussion. So wurde zum Beispiel im Landkreis Bautzen die Erhöhung der Grundgebühr von 2,30 Euro auf einen Betrag von 2,50 bis 3 Euro vorgeschlagen. „Die Einführung eines allgemeinen und flächendeckenden Mindestlohns hat eine Verteuerung von Dienstleistungen zur Folge und trifft deshalb auch für Taxifahrten zu“, erläuterte der in Dresden zuständige Bürgermeister Jörn Marx (CDU). Das Dresdner Taxigewerbe habe deshalb bereits eine Änderung der Tarifverordnung beantragt, die Unterlagen für die erforderliche Stadtratsentscheidung würden erarbeitet, sagte er.

Die neue Tarifordnung soll seinen Worten zufolge noch in diesem Jahr beschlossen werden. Genauere Angaben über die möglichen Gebührenerhöhungen machte Marx nicht. Derzeit kostet eine Taxifahrt in Dresden bei einem Grundpreis von 2,80 Euro tagsüber pro Kilometer auf den ersten drei Kilometern 2 Euro und danach 1,50. Auch in Chemnitz werden derzeit die im Rathaus vorliegenden Anträge auf Erhöhung der Taxitarife geprüft. „Die Entscheidung, ob und in welcher Höhe eine Änderung der Verordnung über Beförderungsentgelte für den Gelegenheitsfahrverkehr mit Taxen im Pflichtfahrgebiet Chemnitz eintritt, wird über den Stadtrat entschieden“, teilte die Verwaltung mit. Beantragt worden sei die Tariferhöhung ab dem 15. Dezember. „Ob dieser Termin realisiert werden kann, ist zum derzeitigen Bearbeitungsstand noch nicht absehbar“, hieß es.

Erste Anträge auf Erhöhung der Taxitarife sind im Landratsamt Bautzen bereits Anfang des Jahres eingegangen. „Eine Umfrage im Frühjahr hatte Vorschläge für eine Grundgebühr von 2,50 bis 3 Euro und Kilometer-Tarife von 1,50 bis 2,20 Euro ergeben“, sagte Sprecherin Sabine Rötschke. „Erhöhungen von 25 bis 30 Prozent zu unserem bisherigen Tarif wären als reell zu bezeichnen.“ Ein neuer Tarif könne voraussichtlich frühestens im Dezember in Kraft treten. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegt die letzte Tarifänderung erst ein Jahr zurück. „Die Einführung einer neuen Tarifordnung ist ein langwieriger Prozess, da die Mehrheit der Taxiunternehmer im Landkreis nicht in der Genossenschaft organisiert ist“, sagte Ordnungsamtsleiterin Kerstin Körner.

Im ländlichen Raum würden sich darüber hinaus Schwierigkeiten für eine einheitliche Tarifgestaltung ergeben, erklärte sie. Im Landkreis Mittelsachsen liegen aktuell nach Angaben von Sprecherin Cornelia Kluge vereinzelte Anträge auf eine Erhöhung der Taxitarife vor. „Für den Fall, dass eine Tarifangleichung erfolgen soll, unterliegt die Höhe einem derzeitigen voraussichtlichen Schätzwert von 20 bis 30 Prozent“, erklärte Kluge. In Kraft treten könnte eine neue Tarifordnung ihren Angaben zufolge frühestens Ende des zweiten Quartals 2015. Im Erzgebirgskreis werden die Taxiunternehmen momentan von Mitarbeitern des Landratsamtes befragt. „Dabei werden unter anderem auch Angaben zur Entwicklung der Ertrags- und Kostenlage unter Einbeziehung der Einsatzzeiten sowie die Anzahl und Ursachen der Geschäftsaufgaben eingeholt“, erläuterte Sprecherin Jutta Leonhardt.

Die sich daraus ergebenden Resultate bildeten dann die Grundlage für die Vorbereitung eines möglichen neuen Taxitarifs im Erzgebirgskreis. In den Landkreisen Görlitz, Zwickau, Nordsachsen, im Landkreis Leipzig sowie in der Stadt Leipzig liegen derzeit keine Anträge auf Tariferhöhungen vor.

dpa

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