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Teenagerschwangerschaften: Sächsische Grüne wollen bessere Aufklärung in Schulen

Teenagerschwangerschaften: Sächsische Grüne wollen bessere Aufklärung in Schulen

Die sexuelle Aufklärung an den Schulen ist aus Sicht der Grünen im Landtag ungenügend. Das sei ein Grund für den im Bundesvergleich hohen Anteil an Müttern unter 18 Jahren in Sachsen, erklärte die Sozialexpertin der Grünen im Landtag, Elke Herrmann, am Montag in Dresden nach einer Expertenanhörung.

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Die sexuelle Aufklärung an den Schulen ist aus Sicht der Grünen im Landtag ungenügend. Das sei ein Grund für den im Bundesvergleich hohen Anteil an Müttern unter 18 Jahren in Sachsen.

Quelle: dpa

Dresden. Zudem bräuchten die Jugendlichen bessere berufliche Perspektiven. Soziale Benachteiligung sei eine weitere Ursache für Teenagerschwangerschaften. Laut Sozialministerium ging die Zahl minderjähriger Mütter im Freistaat von 2000 bis 2009 zwar von 462 auf 292 zurück. Der Anteil von 0,9 Prozent an der Gesamtzahl aller Mütter lag aber noch über dem bundesweiten Wert von 0,7 Prozent.

Zwar stehe Sexualität in Sachsen auf dem Lehrplan, sagte der Leiter der Aids-Hilfe Dresden, Uwe Tüffers. Es bleibe aber vermutlich meist bei rein biologischer Aufklärung. Dabei sei Schule auch ein „sexualisierter Sozialraum“. Jugendliche knüpften Kontakte, flirteten und sammelten Erfahrungen, und es komme zu sexuellen Handlungen. „Wir stellen fest, dass die Schule darauf nicht eingestellt ist“, sagte Tüffers. Er rief die Schulen auf, sich Sexualpädagogen als Experten in den Unterricht holen.

Nach Erkenntnissen der Soziologin Sabine Wienholz von der Universität Leipzig hängen Teenagerschwangerschaften oft mit sozialen Faktoren wie Schulbildung und Berufsaussichten zusammen. „Bei einer Hauptschülerin ist das Risiko einer minderjährigen Schwangerschaft fünffach höher verglichen mit einer Gymnasiastin“, sagte sie. In der Mutterrolle sähen diese oft eine Alternative zur Arbeitslosigkeit. Hinzu kämen Nachahmungseffekte: „Junge Mütter hatten oft selbst junge Mütter.“ Die CDU-Fraktion appellierte an minderjährige Eltern, mehr die Familienhebammen in Anspruch zu nehmen, wenn sie Hilfe bräuchten.

dpa

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