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Thema von Landesschau: Konflikte zwischen Sachsen und Preußen

Thema von Landesschau: Konflikte zwischen Sachsen und Preußen

Mit den Höhen und Tiefen der preußisch-sächsischen Beziehungen beschäftigt sich die Erste Brandenburgische Landesausstellung im kommenden Jahr. „Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren“, sagt die Historikerin und Kuratorin Anne-Katrin Ziesak.

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Schloss Doberlug.

Quelle: dpa

Potsdam/Dresden. Den würdigen Rahmen bietet das Schloss Doberlug in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster), das dann nach jahrelanger Sanierung wieder öffnet. Einst war es im Besitz der Kurfürsten von Sachsen.

Ausgerichtet wird die Schau mit dem Titel „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“ vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam. Von Pfingsten im Juni 2014 bis Anfang November ist die Exposition im Schloss Doberlug zu sehen. Mit 80 000 Besuchern rechnen die Veranstalter. Schirmherren sind die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Matthias Platzeck (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU).

Sachsen verliert Fläche an Preußen

Anlass für die Landesausstellung ist der Wiener Kongress vor 200 Jahren. Dort beschlossen die europäischen Herrscher 1814/15 nach der Niederlage Napoleons die neue Friedensordnung in Europa. Damals fielen große Teile Sachsens an Preußen. Dazu gehörten das heutige Südbrandenburg mit der Niederlausitz sowie die Hälfte der Oberlausitz: Per Federstrich wurden sächsische Bürger nun zu Preußen.

„An diese Zeit wird im Renaissanceschloss Doberlug erinnert“, sagt Ziesak. Kurfürst Johann Georg I. ließ den Bau in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert auf dem Areal des ältesten Zisterzienser-Klosters zwischen Elbe und Oder errichten. Im ersten Obergeschoss werde dem Besucher die preußisch-sächsische Beziehungsgeschichte in sieben ausgewählten Szenen gezeigt, von der Mitte des 17. bis ins 19. Jahrhundert.

Die Ausstellungskosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro. Das Geld soll zur Hälfte von Kulturstiftungen und von privaten Trägern kommen. Kunstministerin Sabine Kunst (parteilos) sieht mit dem kulturellen Großereignis eine Chance, eine Region zu erschließen, die viel zu bieten habe. „Viele Vorurteile und Klischees, die sich unter der Überschrift „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ vereinen, werden entzaubert“, meint sie.

"Herausragende Kunstwerke"

Für die Landesschau stehen 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche bereit. „Herausragende Kunstwerke werden zu sehen sein“, kündigt Ziesak an. Einzelheiten will sie erst nennen, wenn die Verträge mit den Leihgebern unter Dach und Fach sind. Gehofft werde unter anderem, dass die Schlussakte des Wiener Kongresses aus dem Geheimen Staatsarchiv in Berlin nach Doberlug kommt. „Im Schloss werden zahlreiche Exponate vereint und in einen neuen Zusammenhang gestellt“, betont Ziesak.

Zur Landesschau gehören Veranstaltungen wie Konzerte, Theater oder Lesungen. Acht märkische und vier sächsische Museen bereiten Partnerausstellungen vor und setzen an authentischen Orten eigene Schwerpunkte. So werden im Cottbuser Schloss Branitz berühmte Adelsgeschlechter lebendig. Kloster Zinna (Teltow-Fläming) erinnert an die Entstehung der Stadtanlage und Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) rückt Industriegeschichte in den Blickpunkt der Besucher. Bautzen beschäftigt sich mit der Teilung aus sächsischer Sicht und Kamenz erinnert an seinen berühmten Sohn Gotthold Ephraim Lessing.

Gudrun Janicke, dpa

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