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Mitteldeutschland Thüringen: Land und Klinikgesellschaft gegen Schließungsforderung
Region Mitteldeutschland Thüringen: Land und Klinikgesellschaft gegen Schließungsforderung
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21:26 02.01.2012
Das Sozialministerium und die Thüringer Krankenhausgesellschaft haben Forderungen nach Klinikschließungen zurückgewiesen. Quelle: dpa
Erfurt

Thüringen hat nicht zu viele Krankenhäuser“, sagte Ministeriumssprecher Uwe Büchner am Montag. Mit dem 6. Krankenhausplan habe der Landtag 2010 die Voraussetzungen für eine wohnortorientierte, gute stationäre Versorgung für die Thüringer sicherstellen können. Zwar habe Thüringen im Vergleich etwa zu Bremen oder Hamburg eine relativ hohe Bettenzahl in den Krankenhäusern gemessen an der Einwohnerzahl. Dies sei aber der Tatsache geschuldet, dass Thüringen ein Flächenland sei und demzufolge regional bestimmte Abteilungen vorhalten müsse.

Auch aus Sicht der Thüringer Krankenhaushausgesellschaft sind die Krankenhäuser gut aufgestellt und weitere Schließungen „nicht opportun“. Nach Aussage des stellvertretenden Geschäftsführers Norbert Uhlenkamp gewährleisten sie gerade auch in der Fläche und ländlichen Regionen eine gute Versorgung.

Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse Barmer GEK, Christoph Straub, weitere Kürzungen verlangt. „Es gibt heute zu viele Krankenhäuser und vor allem zu viele Krankenhausbetten. Wir leisten uns Strukturen, die größer und teurer sind als in anderen Ländern“, sagte Straub der „Welt“.

Dagegen bezweifelt Uhlenkamp, dass eine geringere Bettenzahl automatisch zu Einsparungen im Gesundheitswesen führen würden. Nach seinen Angaben klagen derzeit 27 Thüringer Kliniken gegen Vorgaben des Landes, das unter anderem kleinere Fachabteilungen an einzelnen Kliniken schließen lassen will. In Thüringen gibt es 42 Krankenhäuser. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik waren ihre Ausgaben 2010 um 4,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gestiegen.

dpa

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