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Thüringen und Sachsen sind Hochburgen von Rechtsrock-Konzerten

34 Konzerte zwischen Juni und September Thüringen und Sachsen sind Hochburgen von Rechtsrock-Konzerten

Die Zahl rechtsextremer Musikveranstaltungen ist einem Bericht zufolge 2017 gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor.

Archivfoto

Quelle: dpa

Berlin. Die Zahl rechtsextremer Musikveranstaltungen ist einem Bericht zufolge 2017 gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, über die „Die Welt“ am Mittwoch (Online) berichtete. Demnach registrierten die Behörden zwischen Juli und September bundesweit 34 rechte Konzerte, Liederabende und andere Veranstaltungen mit Musikbeiträgen. Sie fanden größtenteils in Thüringen und Sachsen statt. Bislang gab es in diesem Jahr 191 rechte Musikevents, im Vorjahreszeitraum waren es 184.

Insbesondere die Besucherzahl der Rechtsrock-Konzerte habe sich erhöht, hieß es. So besuchten im dritten Quartal 2017 rund 11.000 Menschen rechtsextreme Musikevents. Im Jahr zuvor wurden im gleichen Zeitraum rund 5.000 Besucher gezählt. Als Grund gelten Großveranstaltungen wie die beiden Rechtsrock-Konzerte im südthüringischen Themar im Juli, zu denen jeweils mehrere tausend Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet anreisten.

Der thüringische Innenminister Georg Maier (SPD) kündigte an, verstärkt gegen die rechten Musikveranstaltungen vorgehen zu wollen. Es sei aus seiner Sicht nicht zu tolerieren, dass Neonazis in Thüringen weitgehend unbehelligt Geschäfte mit solchen Konzerten machen, Nachwuchs rekrutieren und Strukturen aufbauen können, sagte Maier der Zeitung. „Es ist in den letzten Jahren im Süden Thüringens ein rechtsradikales Ökosystem gewachsen, das diese Entwicklung begünstigt hat“, sagte der Innenminister, der das Thema auf der am Donnerstag beginnenden Innenministerkonferenz in Leipzig ansprechen will. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke warnte, Naziszene und rechte Subkultur seien nach wie vor mobilisierungsfähig - trotz des Siechtums der NPD.

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