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Mitteldeutschland Thüringer Retter proben im Lobdeburg-Tunnel für Terror-Ernstfall
Region Mitteldeutschland Thüringer Retter proben im Lobdeburg-Tunnel für Terror-Ernstfall
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23:03 27.01.2010
Jena

„Wir sind sehr zufrieden mit der Übung. Es hat alles so geklappt wie in unseren Plänen für diese Szenarien vorgesehen“, sagte Wolfgang Schneider, Leiter des Krisenstabes der Thüringer Landesregierung, nach Ende der Übung. Nach knapp zweieinhalb Stunden mussten die Einsatzkräfte die Übung abbrechen, um den Tunnel für den Winterdienst frei zu machen.

Jena. Die Thüringer Rettungsdienste haben am Mittwochabend den Ernstfall eines Terroranschlags geprobt. Rund 130 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehren, Freiwilligen Feuerwehren, Polizei und Rettungsdiensten waren bei dem fingierten Ernstfall im Lobdeburg-Tunnel auf der Autobahn 4 bei Jena im Einsatz.
Das Szenario der Jenaer Übung: Nach einem Terroranschlag mit einer radioaktiv verunreinigten Bombe auf dem Nürnberger Bahnhof könnten Mitglieder einer Reisegruppe in einem Reisebus verunreinigt worden sein. Die Retter sollten die Opfer im Tunnel dekontaminieren, weil dort das verunreinigte Wasser beim Abfließen am Einfachsten aufgefangen werden kann. Vor Eintreffen des Busses wurden Zelte und Dekontaminierungsanlagen aufgestellt. „Die vier verstrahlten Personen, die wir im Bus platziert hatten, haben unsere Kollegen gefunden“, sagte Schneider.

Die Übung in Jena ist Teil eines bundesweiten Trainings für Terroranschläge mit sogenannten „schmutzigen Bomben“. Darunter verstehen die Katastrophenschützer Bomben, die mit chemischen, biologischen oder nuklearen Kampfstoffen angereichert sind. Unter dem Titel „LÜKEX 09/10“ wurde in mehreren Bundesländern Behörden und Ministerien mit fiktiven Meldungen über mögliche Anschläge konfrontiert worden. Dabei waren nach einem ersten Resümee zunächst keine gravierenden Mängel in der Bewältigung der Situationen aufgetreten.

In Thüringen soll die Übung am Donnerstagvormittag im Biathlon- Stadion fortgesetzt werden. Dabei werden die Retter beauftragt, eine Strahlenquelle zu finden. Für die Übung war die Autobahn 4 bei Jena in Richtung Dresden für fünf Stunden gesperrt. Trotzdem gab es laut Polizei keine größeren Verkehrsbehinderungen.

dpa

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