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Mitteldeutschland Tod von Dresdner Schülerin: Fahndung nach Tatverdächtigem bislang erfolglos
Region Mitteldeutschland Tod von Dresdner Schülerin: Fahndung nach Tatverdächtigem bislang erfolglos
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11:44 17.12.2009
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Dresden

Benno Gymnasiums Dresden, Susanna H., umgebracht zu haben, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die Leiche der jungen Frau weise Verletzungen im Hals- und Kopfbereich auf.

Die Tote wurde am Mittwochmorgen in einer Wohnung des Übergangswohnheims an der Florian-Geyer-Straße 48 in der Johannstadt gefunden, teilte die Poilzei am Donnerstag mit.

Der Verdächtige hat sich mit zwei weiteren Männnern eine Wohnung in dem unsanierten Plattenbau geteilt. Die genauen Umstände der Tat liegen noch im Dunkeln.

Polizei und Staatsanwaltschaft machten aus ermittlungstaktischen Gründen bisher keine Angaben zu Details der Tat. Man könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Ermittlungen kein Täterwissen preisgeben, erklärte Christian Avenarius, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden.

"Wir wissen nicht, was er sagt, wenn wir ihn gefasst haben. Jedes Wort zuviel kann die Ermittlungen erschweren." Spekulationen, wonach es sich bei dem Gesuchten um den Freund des Opfers handele, wollten die Beamten nicht kommentieren.

Die Polizei in Frankreich hat den mutmaßlichen Mörder der Gymnastiastin Susanna H. gefasst. Der Mann sei im französischen Calais festgenommen worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Wann er nach Deutschland ausgeliefert wird, ist den Angaben zufolge offen.

Am St. Benno Gymnasium wurde laut Schulleiter Stefan Schäfer am Donnerstag der Unterricht abgesagt. Am Freitag sollte der Unterricht aber wieder planmäßig stattfinden.

“In der Schule herrschte tiefe Betroffenheit“, berichtete Michael Baudisch, Sprecher Bischöfliches Ordinariats am Tag nach dem Verbrechen. Das Sankt-Benno-Gymnasium ist eine Schule in freier Trägerschaft des Bistums Dresden-Meißen. 760 Jungen und Mädchen werden in der 1991 wiedereröffneten Schule von rund 70 Pädagogen unterrichtet.

Am Donnerstagvormittag waren Psychologen des Regionalschulamtes Dresden und der Opferhilfe sowie Seelsoger im Gymnasium, um Schüler und Lehrer bei der Trauerarbeit zu unterstützen. "Unser Angebot wurde sehr dankbar angenommen", sagte Katrin Reis, Sprecherin des Regionalschulamtes, das zwei Experten geschickt hatte.

In der Schule liegt außerdem ein Kondolenzbuch aus, in das sich die Gymnasiasten eintragen können. „Viele Kinder und Jugendliche besuchten heute auch die schuleigene Kapelle, stellten Kerzen auf und beteten für das tote Mädchen“, so der Bistumssprecher weiter. In den kommenden Tagen will man versuchen, wieder in den Alltag zurückzufinden. Helfen soll dabei der Schulseelsorger.

ast/mro/th

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