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Mitteldeutschland "Top-10-Lagerstätte“: Wissenschaftler erkunden Lithium im Erzgebirge
Region Mitteldeutschland "Top-10-Lagerstätte“: Wissenschaftler erkunden Lithium im Erzgebirge
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13:48 14.01.2010
Freiberg

Nach älteren Schätzungen lagerten in Zinnwald rund 50 000 Tonnen Lithium.

Es sei davon auszugehen, dass der Gehalt noch viel höher liege. Um ihn exakt zu ermitteln, war im November eine acht Tonnen schwere Gesteinsprobe aus Zinnwald-Georgenfeld nach Freiberg gelangt. Die dortige Mine war die größte Europas, bevor der Abbau von Lithium nach Ende des Zweiten Weltkriegs eingestellt wurde.   

Ziel der Forscher ist es nun, eine Technologie zur Herstellung von hochreinem Lithiumkarbonat aus den Erzen des Erzgebirges zu entwickeln. Derzeit werden weltweit jährlich 100 000 Tonnen produziert.

Weil Lithium als Batterie für Elektroautos, zur Speicherung von Solarstrom oder etwa auch in Laptops gebraucht wird, ist von einem rasanten Anstieg bei der Nachfrage nach dem seltenen Leichtmetall auszugehen.

Die deswegen entstandene Freiberger „Lithium-Initiative“ steht für den Anspruch der Bergakademie, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Nach Angaben ihres Rektors Bernd Meyer ist derzeit nur die Bergakademie in der Lage, alle Schritte von der Erkundung über die Aufbereitung bis zur Gewinnung des Lithiums zu erforschen. Die Hochschule wirbt künftig als „Ressourcenuniversität“ für sich.

Im aktuellen Semester sind erstmals in der langen Geschichte der 1765 gegründeten Einrichtung mehr als 5000 Studenten eingeschrieben. Die Drittmitteleinnahmen stiegen von 33,4 Millionen Euro 2008 auf 51,6 Millionen Euro 2009.

dpa

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