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Mitteldeutschland Touristen vor verschlossenen Türen - Großputz in der Dresdner Frauenkirche
Region Mitteldeutschland Touristen vor verschlossenen Türen - Großputz in der Dresdner Frauenkirche
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19:02 09.01.2012
Klaus Franke von der Tischlerei Schulz in Chemnitz bringt das stark beanspruchte Kirchengestühl wieder auf Vordermann. Quelle: Jane Jannke
Dresden

„Wir nutzen den besucherarmen Januar zur Reinigung und Wartung“, sagte der leitende Architekt Gebäudemanagement bei der Stiftung Frauenkirche, Thomas Gottschlich. Die Arbeiten werden von Firmen ausgeführt, die schon am Wiederaufbau des Gotteshauses aus dem 18. Jahrhundert beteiligt waren. Die Kosten liegen nach Angaben der Stiftung bei rund 25.000 Euro.

Laut Gottschlich werden Gesimse, Brüstungen und andere Oberflächen gereinigt, Stuckornamente und -figuren abgewedelt oder -gesaugt. „Sonst würden sich Staub und Schmutz über Jahre ablagern und das Erscheinungsbild beeinträchtigen.“ Tischler schmirgeln beschmutzte Stellen am hölzernen Gestühl, beizen und ölen es. „Das Gestühl wird während der Öffnung der Kirche, bei Gottesdiensten, Konzerten und anderen Veranstaltungen am meisten beansprucht.“

Steinrestauratoren bearbeiten und ölen Fußböden nach, Maler beseitigen Schmutz an Türen und retuschieren sogenannte Anstoßungen an Wandflächen. „Handschweiß ist der größte Feind“, sagte Gottschlich. Weitere Arbeiten sind an der Elektrik und der Beleuchtung vorgesehen. Ab Samstag dann sollen Kirchenschiff, Emporen, Altarraum und Treppenhäuser wieder in altem Glanz erstrahlen. Erstmals hatte es 2008 eine Schließwoche für den Großputz gegeben. Die jährlichen Bemühungen lohnten, die Arbeit nehme ab, sagte Gottschlich.

Die spätbarocke Frauenkirche war 1726 bis 1743 erbaut worden. Nach der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg 1945 stürzte sie ein. Wiederaufbaubemühungen zu DDR-Zeiten scheiterten, zur Wendezeit dann bat eine Bürgerinitiative mit dem „Ruf aus Dresden“ um Hilfe. Ab 1994 wurde die Kirche unter Verwendung von Trümmerresten und -steinen wiedererrichtet. Rund drei Viertel der Baukosten kamen aus Spenden, auch aus den Staaten der ehemaligen Alliierten. Die Kirche gilt daher als Symbol für Frieden und Versöhnung. Seit der Weihe 2005 kamen rund 12,6 Millionen Besucher zu Besichtigungen, Gottesdiensten oder Veranstaltungen.

dpa

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