Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Trotz Streik-Ende bei der Bahn: Ausfälle und Verspätungen auch noch am Freitag
Region Mitteldeutschland Trotz Streik-Ende bei der Bahn: Ausfälle und Verspätungen auch noch am Freitag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:16 23.04.2015
Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL endete am Abend um 21 Uhr. Quelle: Paul Zinken
Anzeige
Berlin/Leipzig

Bis Fern- und Regionalzüge sowie S-Bahnen wieder nach Fahrplan rollen, dürfte es trotzdem noch dauern. Die Bahn rechnet auch nach Betriebsbeginn am Freitagmorgen mit Ausfällen und Verspätungen. Im Güterverkehr soll der Streik nach insgesamt 66 Stunden erst um 9 Uhr morgens enden.

Der Bahnverkehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rollte wegen des Lokführerstreiks den zweiten Tag in Folge auf Sparflamme. Der Ersatzfahrplan sollte auch nach Ende des Streiks am Donnerstagabend noch gelten. Das habe DB Regio Südost so entschieden, um dafür am Freitagmorgen einen reibungslosen Zugverkehr ermöglichen zu können. „So haben wir die Gewähr, dass die Fahrzeuge dort stehen, wo wir sie zu Betriebsbeginn brauchen“, sagte ein Bahnsprecher in Leipzig.

In den drei Südost-Ländern fuhren während des Streiks am Mittwoch und Donnerstag nur noch 20 Prozent der Regionalzüge. Der Fernverkehr war ebenfalls extrem ausgedünnt. Der eigens erstellte Ersatzfahrplan funktioniere aber gut, sagte der Bahnsprecher. Weil sich auch am Donnerstag mehr Lokführer zum Dienst gemeldet hätten, habe die Bahn etwa 90 zusätzliche Verbindungen anbieten können. Am Freitagmorgen sollte der Zugverkehr im Südosten dann wieder normal rollen. „Es ist nicht auszuschließen, dass es in Einzelfällen noch zu Verspätungen kommt“, sagte der Bahnsprecher. Ziel der Bahn sei aber ein reibungsloser Start.

Den Knackpunkt in den Tarifverhandlungen sieht die GDL bei der Einstufung der Lokrangierführer im Tarifgefüge der Bahn. GDL-Chef Claus Weselsky kritisierte, dass nach 16 Verhandlungsrunden noch immer Ergebnisse in zentralen Fragen fehlten. Als Beispiel nannte er eine Begrenzung der Überstunden. Die GDL verlangt außerdem fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche.

LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In scharfer Form haben Gewerkschaften und Arbeitgeber in Sachsen vor einer Erhöhung der Abgeordnetenbezüge gewarnt und eine sofortige Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens gefordert.

23.04.2015

Der Verfassungsschutz war schon wenige Monate nach dem Abtauchen des NSU-Trios dicht auf der Spur von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Das sagte der Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes, Gordian Meyer-Plath, am Mittwoch als Zeuge im Münchner NSU-Prozess.

22.04.2015

„Boykott, bis zur Entschuldigung!“ – dieser gegen die Supermarktkette Rewe gerichtete Aufruf schlägt noch immer Wellen im Netz. Der AfD-Kreisverband Mecklenburg-Schwerin hatte am Dienstag auf seiner Facebookseite Front gegen den Sponsor des 1. FC Köln gemacht, weil Fans in einem ICE Parteichef Lucke hart angegangen waren.

22.04.2015
Anzeige