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Mitteldeutschland Tuberkulose-Fälle in Dresden - Schulbetrieb läuft wieder
Region Mitteldeutschland Tuberkulose-Fälle in Dresden - Schulbetrieb läuft wieder
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15:28 06.12.2017
Blick auf ein Röntgenbild. In Dresden wurden jetzt zwei Fälle von offener Lungentuberkulose festgestellt. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Dresden - 

Zwei der vier in Dresden diagnostizierten Fälle von Lungentuberkulose sind als offene Tbc eingestuft und so mit einer Ansteckungsgefahr verbunden. Wie die Stadt Dresden am Mittwoch weiter informierte, werden in den kommenden Tagen noch mehr als 500 Schüler von zwei betroffenen Lehranstalten in der Landeshauptstadt getestet. Die Hoga-Schulen hatten angekündigt, dass die Einrichtungen am Montag und Dienstag wegen Tests geschlossen bleiben. Nun soll der Schulbetrieb aber weiterlaufen.

Ein erster Fall war im September aufgetaucht. Danach wurden etwa 100 Kontaktpersonen getestet, im November wurden dann drei weitere Erkrankungen festgestellt.

Nicht alle haben aber den Status offene Tuberkulose, bei der Erreger nach außen gelangen können und schon im Mikroskop sichtbar sind. Details zu den Patienten werden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlich. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um drei Schüler und einen Lehrer. Tuberkulose ist eine meldepflichtige Erkrankung.

Die betroffenen Schulen und das Dresdner Gesundheitsamt sehen keine Versäumnisse bei der Information von Eltern und Schülern. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für andere Schüler gegeben, die keinen unmittelbaren Kontakt zu den Erkrankten hatten, hieß es.

Beim Robert-Koch-Institut in Berlin waren bis zu Beginn der Woche 179 Tbc-Fälle für ganz Sachsen im Jahr 2017 gemeldet worden. Die Tendenz ist seit einigen Jahren leicht steigend. Bis 1998 wurde eine Impfung gegen die durch Bakterien übertragene Infektionskrankheit empfohlen. Nach Aussagen der Dresdner Tbc-Expertin Cornelia Breuer hat sie sich aber als nicht wirkungsvoll genug erwiesen.

Von LVZ

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