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Mitteldeutschland Überfall mit Gorilla-Maske: Sparkassen-Chef berichtet vom Bankraub der NSU in Eisenach
Region Mitteldeutschland Überfall mit Gorilla-Maske: Sparkassen-Chef berichtet vom Bankraub der NSU in Eisenach
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12:49 20.05.2014
Die Fahndungsbilder von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos (r) aus dem Jahr 1998. Quelle: Frank Doebert/Ostthüringer Zeitung
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München

Der Bankraub des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) ereignete sich wenige Stunden, bevor Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in ihrem brennenden Wohnmobil starben. Mundlos hat dabei zunächst seinen Komplizen und dann sich selbst mit einer Pumpgun getötet. Wenig später steckte Zschäpe die Zwickauer Fluchtwohnung des Trios in Brand.

Der Zeuge sagte vor dem Oberlandesgericht München aus, er habe am 4. November 2011 in seinem Büro gesessen, als er aus dem Kundenraum Schreie gehört habe. Zwei Männer seien mit einer Maske, die dem Horrorfilm „Scream“ nachempfunden gewesen sei, und einer Gorilla-Maske maskiert gewesen. Einer der Täter habe ihm dann eine Waffe an den Kopf gehalten. Der andere habe eine Kollegin „um einen Tisch gejagt“.

Seine Mitarbeiter hätten den Männern alles verfügbare Geld in einer roten Sparkassentasche gegeben. Mit knapp 72.000 Euro seien die beiden Männer geflohen. Wenig später sei die Polizei eingetroffen. Anders als bei allen Taten zuvor wurden die Täter diesmal entdeckt. Erst nach dem 4. November 2011 stellte sich heraus, dass zehn fremdenfeindliche Morde, zwei Sprengstoffanschläge und zahlreiche weitere Banküberfälle auf das Konto des NSU gehen sollen.

dpa

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