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Mitteldeutschland Umfrage: Jeder zweite Deutsche hat inzwischen genug von der DDR-Geschichte
Region Mitteldeutschland Umfrage: Jeder zweite Deutsche hat inzwischen genug von der DDR-Geschichte
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09:30 03.11.2014
Jeder zweite Deutsche hat genug von DDR-Geschichte. Quelle: dpa
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Berlin

Im Osten sagen zudem 13 Prozent, sie wüssten schon viel, im Westen sind es 7 Prozent.  Bei den 38 Prozent, die mehr erfahren wollen, ist der Anteil junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren am höchsten. Befragt wurden zwischen dem 30. September und 1. Oktober 1015 Menschen. 

81 Prozent der Befragten plädieren laut der Umfrage dafür, die Geschichte der deutschen Teilung auch künftig gründlich aufzuarbeiten - in der Schule, politischen Bildung und Forschung. 60 Prozent geben aber an, man sollte stärker nach vorne sehen, weil die DDR Geschichte und heute eine andere Zeit sei. 

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wolle auch weiterhin gerade junge Menschen erreichen, die wenig über Teilung und kommunistische Diktatur wüssten, sagte die Geschäftsführerin Anna Kaminsky. Im Schulunterricht müsste das Thema auch künftig behandelt werden. Die Aufarbeitung der Vergangenheit sei weiter eine gesamtdeutsche Aufgabe, so Kaminsky.

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Jeder zweite Deutsche hat genug von DDR-Geschichte Quelle: dpa

Laut der Umfrage meinen insgesamt 45 Prozent, die Aufarbeitung habe zu wenig mit der damaligen Welt der Menschen in der DDR zu tun. Diese Ansicht wird von 59 Prozent der ostdeutschen Befragten vertreten. Eine große Mehrheit (83 Prozent) der Befragten sagt, die Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit sei keine ostdeutsche Angelegenheit. 

Die Ursachen für den Zusammenbruch der DDR werden in Ost und West ähnlich gesehen. 33 Prozent meinen, die Reformpolitik von Michail Gorbatschow sei der wichtigste Grund gewesen. 22 Prozent finden, der Zustand der DDR-Volkswirtschaft sei es gewesen. Nur 10 Prozent der Befragten geben an, die DDR-Opposition sei bedeutsam für den DDR-Untergang gewesen. 

Der 9. November 1989 als Datum der Maueröffnung ist laut Umfrage bei 69 Prozent der Deutschen präsent (in Ostdeutschland 81 Prozent). 41 Prozent der Ostdeutschen sagen, für die damaligen politischen Veränderungen sei der Begriff der friedlichen Revolution am treffendsten, 37 Prozent sind für den Begriff Wende. 43 Prozent der Befragten aus dem Westen favorisieren ebenfalls den Wende-Begriff.

Jutta Schütz, dpa

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