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Mitteldeutschland Umweltschützer protestieren in Dresden gegen Agrarindustrie und fordern mehr Bio-Anbau
Region Mitteldeutschland Umweltschützer protestieren in Dresden gegen Agrarindustrie und fordern mehr Bio-Anbau
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17:22 05.07.2014
Rund 3000 Menschen haben am Stastag in Dresden gegen Agrar-Großbetriebe demonstriert.
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Dresden

Am Ende der Kolonne fuhren rund 20 Traktoren.

Zu der Demonstration hatte das neu gegründete Agrar- und Verbraucherbündnis „Meine Landwirtschaft Sachsen“ aufgerufen, das sich für einen Wandel in der sächsischen Agrarpolitik einsetzt. „Naturschutz, Klima- und Bodenschutz stehen in der konventionellen Landwirtschaft am Rand“, kritisierte der Vorsitzende des BUND Sachsen, Felix Ekardt, am Samstag. Die Umweltorganisation BUND fordert unter anderem eine stärkere Förderung des Ökolandbaus, eine Abkehr von Massentierhaltung und Monokulturen sowie eine Neuordnung der Agrarsubventionen.

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Tausende demonstrierten gegen Massentierhaltung und für bessere Bedingungen in der Landwirtschaft

Nach Angaben der Grünen gibt es in Sachsen 96 Großanlagen, in denen rund 485.000 Schweine gehalten werden. Bei Geflügel sind es rund 8,1 Millionen Tiere in 77 Anlagen. Laut Landwirtschaftsministerium wird nur ein reichliches Drittel des Schweinefleisches, das in Sachsen verbraucht wird, auch im Freistaat erzeugt.

Auf 100 Hektar landwirtschaftliche Fläche kommen demnach rund 54 sogenannte Großvieheinheiten. Als Großvieheinheit zählen eine Kuh oder drei Sauen. Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen mit 125 Großvieheinheiten pro Hektar. Damit sei Sachsen weit davon entfernt, sich als „Maststall der Nation“ profilieren zu wollen, hieß es.

Zudem dürften größere Anlagen nicht prinzipiell verurteilt werden. „Es kommt in großen wie in kleinen Ställen darauf an, dass die Tierschutzbestimmungen eingehalten werden“, erklärte ein Ministeriumssprecher.

dpa

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