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Mitteldeutschland Universitäten in Freiberg und Samara bauen Zusammenarbeit aus
Region Mitteldeutschland Universitäten in Freiberg und Samara bauen Zusammenarbeit aus
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14:07 18.10.2016
Wissenschaftlicher Austausch zwischen Sachsen und Russland Quelle: dpa
Samara/Dresden

Die Universitäten in Freiberg und Samara arbeiten bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses künftig enger zusammen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Dienstag in der russischen Industriestadt Samara von beiden Einrichtungen unterschrieben. Doktoranden, die an dem Programm teilnehmen, erhalten bei erfolgreicher Promotion den Doktorgrad beider Universitäten, zudem ist ein wissenschaftlicher Austausch vorgesehen. Samara hoffe nicht nur auf eine Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg, sondern auch mit Industrie und Wirtschaft in Sachsen, erklärte Mikhail Kovalev, Vizerektor der Universität Samara.

Freiberg hat gute Kontakte nach Russland

Derzeit ist eine rund 40-köpfige Delegation um Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) in Russland unterwegs, um trotz Sanktionen an bestehende Kontakte anzuknüpfen. Forschung und Lehre seien die wichtigsten Grundlagen für wirtschaftliche Einrichtungen, erklärte Dulig in Samara. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Erkundung und Exploration von Rohstoffen - einer der Forschungsschwerpunkte der TU Bergakademie.

Die Universität in Freiberg unterhält traditionell gute Kontakte nach Russland, unter anderem auch zur Lomonossow-Universität in Moskau. Nun soll die Zusammenarbeit mit Samara ausgebaut und dafür erstmals auch durch eine gemeinsame Vereinbarung untermauert werden. Bisher gab es für Studenten beider Universitäten bereits die Möglichkeit, sich für einen gemeinsamen Studiengang im Bereich der Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie einzuschreiben und ein Doppeldiplom abzulegen. Nun werde die Zusammenarbeit auf alle Fakultäten ausgeweitet, erklärte der Prorektor der TU Bergakademie Freiberg, Rudolf Kawalla.

„Politik beeinflusst die Wissenschaft nicht“

Von der aktuellen Diskussion in der EU über mögliche neue Sanktionen gegen Russland seien die Beziehungen der Universitäten aber nicht überschattet, so Kawalla. „Politik beeinflusst die Wissenschaft nicht.“ Wissenschaft habe immer funktioniert, auch in kritischen Zeiten, so Kawalla. Das werde hoffentlich auch künftig so sein.

Mit der Reise wollen zahlreiche Unternehmen und auch Wissenschaftler aus dem Freistaat - unter anderem aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau - ihre Chancen auf dem russischen Markt erkunden. „Sachsen hat traditionell gute Beziehungen zu Russland, das wollen wir weiter verstetigen“, so Minister Dulig.

Von dpa/LVZ

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