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Mitteldeutschland „Unser Wald steht unter Stress"
Region Mitteldeutschland „Unser Wald steht unter Stress"
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14:13 18.12.2009
Moritzburg

Laut aktuellem Waldzustandsbericht hat sich die Zahl der geschädigten Bäume im Vergleich zu 2008 wieder erhöht.

18 Prozent des Bestandes gelten derzeit als deutlich geschädigt, im Vorjahr waren es 17 Prozent. Besonders betroffen sind die Waldgebiete in Nordwestsachsen, im Elbsandsteingebirge und im Oberlausitzer Bergland.

Ein ausgesprochen schlechtes Jahr war 2009 für die Buchen in den sächsischen Wäldern. Nachdem 2008 ein knappes Drittel dieser Bäume als geschädigt eingestuft wurde, ist es in diesem Jahr mehr als die Hälfte. Nicht viel besser traf es die Eichen. Hier gelten derzeit 45 Prozent des Bestandes als geschädigt, vor einem Jahr war es ebenfalls nur rund ein Drittel.

Bei den Fichten, Sachsens häufigster Baumart, wurden Schäden an 20 Prozent des Bestandes ausgemacht (2008: 15). Gegen den allgemeinen Trend stemmt sich die Kiefer: Die Schadensquote sank von elf auf acht Prozent.

„Wir müssen dem Patienten Wald noch weitere Kuren verordnen“, sagte Kupfer. „Das wirksamste Mittel ist der Waldumbau.“ Die noch bestehenden Monokulturen müssten nach und nach in Mischwälder umgewandelt werden. Rund 1500 Hektar Landeswald würden deshalb jedes Jahr mit Baumarten bepflanzt, die den Standortbedingungen und den Veränderungen des Klimas besser gewachsen sind, erklärte der Minister.

Auch die Kalkung des Bodens werde konsequent fortgesetzt, da die Versauerung - eine Folge der Luftverschmutzung bis in die 1980er-Jahre hinein - bis heute nachwirke. „Der Boden hat ein ausgeprägtes Langzeitgedächtnis“, sagte Kupfer.

dpa

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