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Mitteldeutschland Uran im Trinkwasser: Drei Tiefbrunnen im Süden Sachsen-Anhalts betroffen
Region Mitteldeutschland Uran im Trinkwasser: Drei Tiefbrunnen im Süden Sachsen-Anhalts betroffen
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12:28 10.02.2012
Trinkwasser aus dem Hahn: Im Süden Sachsen-Anhalts wurde eine zu hohe Uran-Belastung festgestellt. Quelle: dpa
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Allstedt/Sangerhausen

Für die Belieferung von rund 3000 Bürgern trotz der zu hohen Werte gebe es eine Ausnahmegenehmigung des Landkreises Mansfeld-Südharz, sagte die Vize-Chefin des Trinkwasserzweckverbandes Südharz, Heike Müller, am Freitag. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Betroffen seien die drei Tiefbrunnen in Allstedt, Emseloh und Winkel. Die Belastung liege bei 12 bis 13 Mikrogramm je Liter - der seit November geltende Grenzwert liege aber bei 10 Mikrogramm. Nach den bisherigen Erkenntnissen ist das Uran natürlichen Ursprungs, sagte Müller. Das Uran ist als Schwermetall hochgiftig, um Radioaktivität geht es dagegen nicht. Die drei Brunnen sollen schrittweise ersetzt werden. „Wir setzen alle Kraft daran, das so schnell wie möglich zu tun“, sagte Müller. Derzeit ruhten die Arbeiten allerdings wegen des Frostes.

Mit den Arbeiten habe man schon vor Inkrafttreten der neuen Grenzwerte-Regel im November begonnen. „Das Thema ist schon lange bekannt“, sagte Müller. Allein in diesem Jahr würden 1,1 Millionen Euro investiert. Der Zweckverband habe sich schon frühzeitig an freiwilligen Tests beteiligt. Bei den betroffenen Familien stoße das Vorgehen auf Verständnis, auch wenn die Bürger nicht begeistert seien, sagte Müller.

dpa

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