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V-Mann-Affäre: Sachsen weist Vorwurf der Auskunftsverweigerung zurück

V-Mann-Affäre: Sachsen weist Vorwurf der Auskunftsverweigerung zurück

Das sächsische Innenministerium hat Vorwürfe der Berliner Behörden in der Affäre um einen V-Mann mit Verbindungen zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zurückgewiesen.

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Das Behördenareal Neuländer Straße 60, in dem sich unter anderem das Landeskriminalamt und das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen befindet.

Quelle: dpa

Dresden. Das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) habe Auskünfte dazu nicht verweigert, sagte Ministeriumssprecher Frank Wend am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. „Vielmehr war das Auskunftsersuchen aus Berlin sehr allgemein und unkonkret gehalten und von sächsischer Seite wurde um Präzisierung gebeten.“ Inzwischen sie der Fall längst in Bearbeitung. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage.

Berlins amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers hatte dem LKA Sachsen vorgehalten, bisher keine Auskünfte über den V-Mann Thomas S. gegeben zu haben. Seit Ende September untersucht Berlins Oberstaatsanwalt Dirk Feuerberg im Auftrag von Innensenator Frank Henkel (CDU) die Behördenpannen beim Umgang mit Thomas S. Der mutmaßliche NSU-Helfer lieferte der Polizei als „VP 562“ mehr als zehn Jahre lang Erkenntnisse über die Neonazi-Musikszene. 2011 endete die Zusammenarbeit. 2002 soll S. der Polizei Hinweise zum Verbleib des NSU gegeben haben.

Der Name Thomas S. tauchte schon im NSU-Untersuchungsausschuss des sächsischen Landtages auf. Ein sächsischer LKA-Sprecher hatte bestätigt, das die Berliner Kollegen Thomas S. im November 2000 als Quelle angeboten hatten. Führungskräfte aus dem LKA gaben Anfang Oktober im U-Ausschuss zu Protokoll, davon nichts gewusst zu haben. Nach ihren Aussagen hatte der polizeiliche Staatsschutz weder V-Männer noch Vertrauenspersonen geführt. Die in Zwickau untergetauchte Neonazi-Terrorzelle NSU wird für eine beispiellose Mordserie verantwortlich gemacht, der zehn Menschen zum Opfer fielen.

dpa

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