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Verdi-Streiks sorgen für Probleme: 12.000 Teilnehmer bei Demonstration in Dresden

Verdi-Streiks sorgen für Probleme: 12.000 Teilnehmer bei Demonstration in Dresden

Rund 12 000 Beschäftigte sind im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes am Donnerstag nach Gewerkschaftsangaben in Dresden auf die Straße gegangen. Die Streikenden aus Verwaltungen, Kitas und Horteinrichtungen sowie kommunalen Betrieben in Sachsen zogen am Mittag lärmend durch die Innenstadt.

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Die Verdi-Kundgebung in Dresden am Donnerstag.

Quelle: Dominik Brüggemann

Dresden. Die Warnstreiks sorgten vielerorts für Probleme: In Chemnitz und Zwickau fuhren den ganzen Tag weder Bus noch Bahn. Zudem blieben alle Anlaufstellen des Chemnitzer Bürgeramts geschlossen. Dutzende Kindergärten und Horte waren gar nicht oder nur mit minimaler Notbesetzung geöffnet.

„Wir wollen Druck machen auf die dritte Verhandlungsrunde, die kommende Woche in Potsdam stattfindet“, sagt Norbert Hocke vom Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Bislang haben sich die Arbeitgeber nur minimalst auf uns zubewegt.“ Unter den Demonstranten war auch der Erzieher Thomas Witt, der ein Schild mit dem Spruch „Nicht bis 66“ in die Höhe hielt. „Ich kann mir nicht vorstellen, als Opa mit 66 Jahren immer noch eine Gruppe von fast zwanzig Kindern zu leiten.“

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Dresden. Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben sich am Donnerstag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 12.000 sächsische Beschäftigte an einer Demonstration in Dresden beteiligt. Anlässlich von Warnstreik-Aktionen zogen Beschäftigte aus Verwaltungen, Kitas und Horteinrichtungen sowie kommunalen Betrieben durch die Innenstadt. „Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen“, sagte Verdi-Sprecher Frank Fischer in Dresden.

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Unter die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes mischten sich auch rund 250 Telekom-Mitarbeiter, die ihre Warnstreiks ebenfalls fortsetzten. „Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen“, sagte Verdi-Sprecher Frank Fischer. „Die Beschäftigten haben bewiesen, dass sie für einen ganzen Tag streikfähig sind.“ Die Polizei sprach am Morgen von 7000 Demonstranten, wollte später jedoch keine Schätzungen mehr abgeben und verwies auf die Zahlen der Gewerkschaften.

Verdi fordert für die Beschäftigten von Bund und Kommunen eine Anhebung der Gehälter um 100 Euro sowie zusätzlichen Lohnzuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber lehnten dies ab, ohne ein eigenes Angebot vorzulegen. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, kritisierte die Warnstreikwelle als „überflüssiges Ritual“. Die Kommunen wüssten, dass die Beschäftigten Anspruch auf eine angemessene Lohnerhöhung hätten, sagte Landsberg der „Rheinischen Post“.

Bereits am Morgen hatten die Warnstreiks von rund 600 Bus- und Straßenbahnfahrern den öffentlichen Nahverkehr in Dresden stundenlang blockiert. In Zwickau und Chemnitz dauerten die Ausstände den ganzen Tag. „Der Warnstreik hat in Chemnitz rund 100 000 Fahrgäste getroffen“, sagte der Sprecher der Chemnitzer Verkehrs-AG, Stefan Tschök. Ab 4.00 Uhr morgens sei kein Fahrzeug der Flotte mehr gefahren. „Wir bedauern, dass der Tarifkonflikt auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen wird“, sagte Tschök. Zudem blieben in Chemnitz 18 Kitas und Horte geschlossen, wie ein Stadtsprecher sagte.

In Leipzig blieben nach Angaben der Stadtverwaltung 44 Betreuungseinrichtungen für Klein- und Schulkinder geschlossen. Auch bei Stadtreinigung und Abfallbetrieben kam es in mehreren Kommunen zu Ausfällen. In neun weiteren Bundesländern legten Beschäftigte von Bund und Kommunen die Arbeit nieder, darunter auch in den sächsischen Nachbarländern Thüringen und Sachsen-Anhalt.

dpa

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