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News Verfahren in Leipzig: Trassengegner wollen Stromleitungen durch Thüringen verhindern

Verfahren in Leipzig: Trassengegner wollen Stromleitungen durch Thüringen verhindern

Die Gegner der umstrittenen Stromtrasse durch den Thüringer Wald schreiten zur Tat: Am kommenden Montag wollen sie vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen das Projekt klagen.

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Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Quelle: André Kempner

Erfurt. Dies kündigte die Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Großbreitenbach, Petra Enders (Die Linke), am Montag in Erfurt an.

Rechtsanwalt Hans Neumeier erläuterte, Ziel sei es, den Planfeststellungsbeschluss des Landesverwaltungsamtes aufzuheben. Der Bedarf für die Trasse sei nicht nachgewiesen worden, die Genehmigung damit nicht rechtmäßig. Außerdem werde er einen Eilantrag stellen, den Bau bis zur Entscheidung über die Klage auf Eis zu legen.

Das Landesverwaltungsamt hatte den Bau der 380-Kilovolt-Starkstromleitung vom Umspannwerk Erfurt-Vieselbach zum Umspannwerk Altenfeld (Ilm-Kreis) vor wenigen Wochen genehmigt. Gegen die oberirdische Leitung rebellieren Bürgerinitiativen und betroffene Kommunen seit Monaten. Der Abschnitt ist Teil einer Trasse, die von Sachsen-Anhalt nach Bayern führen soll.

Anwalt Neumeier sagte, eine Entscheidung über den Eilantrag sei innerhalb einiger Monate zu erwarten. Bis über die eigentliche Klage entschieden werde, „könnten zwei bis drei Jahre vergehen“. Klagen sollen vorrangig Privatpersonen, deren Grundstücke entlang der geplanten Leitung liegen. „Die haben gegenüber den Kommunen erweiterte Klagemöglichkeiten“, sagte Enders. Ihre Stadt Großbreitenbach wolle trotzdem ebenfalls als Klägerin auftreten. Betroffene Städte und Gemeinden, zum Teil sogar aus Bayern, sowie private Spender finanzierten die Klage, führte sie aus.

Die Politikerin erneuerte ihre Kritik an dem Vorhaben: Es sei nicht notwendig, stattdessen könnten bestehende Leitungen optimiert werden. Der Bauherr, der Berliner Netzbetreiber 50Hertz, spricht der Trasse eine Schlüsselfunktion beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu. Der Strom müsse in die Verbrauchszentren in Süddeutschland gebracht werden, hatte das Unternehmen Anfang Februar mitgeteilt.

dpa

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