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Mitteldeutschland Versteinerte Sachsen-Saurier im Dienst der Urzeit-Forschung
Region Mitteldeutschland Versteinerte Sachsen-Saurier im Dienst der Urzeit-Forschung
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21:34 06.05.2014
Die Paläontologen Frederik Spindler (M), Christen Shelton (r) und Nico Schendel (l) entnehmen in Freiberg Knochenproben aus der weltweit einzigartigen Fossilplatte des Pantelosaurus, einem sächsischen Pelycosaurier der Perm-Zeit. Quelle: dpa
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Freiberg

Aus deren Analyse wollen die Wissenschaftler auf Alter, Wachstum und Ernährung der primitiven reptilähnlichen Landtiere schließen, die vor rund 250 Millionen Jahren lebten.

Der Pantelosaurus war Fleisch- bis Allesfresser und womöglich das größte Raubtier seines Ökosystems. Er lebte direkt vor dem Evolutionsschritt zu den Säugetiervorfahren, erklärte Doktorand Frederik Spindler. Weltweit wurden bisher nicht einmal 100 Individuen nachgewiesen - 50 davon allein in Sachsen. Die 1,20 Meter lange und etwa drei Zentner schwere Fossilplatte sei der einzige Nachweis dieser Qualität zu den Pelycosauriern, sagte Spindler.

Die sechs Exemplare, deren Knochen im Döhlener Becken (Sächsische Schweiz) versteinerten, starben demnach zeitgleich den Katastrophentod. „Das können vulkanische Gase gewesen sein, aber auch Vergiftungen im Gewässer.“ Im verrottenden Torf seien die Überreste Tage oder Wochen später wohl durch Regen und Vulkanasche zusammengespült worden, so dass die Skelette unversehrt und ineinander verkeilt kreuz und quer zum Liegen kamen.

dpa

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