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Mitteldeutschland Gericht schiebt Rechtsrock-Konzert in Mattstedt den Riegel vor
Region Mitteldeutschland Gericht schiebt Rechtsrock-Konzert in Mattstedt den Riegel vor
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23:13 24.08.2018
Im Gegensatz zu einer ähnlichen Veranstaltung in Themar wurde das für Samstag geplante Rechtsrock-Konzert in thüringischen Mattstedt untersagt. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Ilmtal-Weinstraße

Ein für Samstag geplantes Rechtsrock-Konzert in Mattstedt bei Apolda (Kreis Weimarer Land) ist offensichtlich geplatzt. Das Verwaltungsgericht Weimar wies am Freitagabend einen Eilantrag der Veranstalter ab. Diese hatten sich gegen eine Entscheidung der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße gewehrt, ihnen die Nutzung eines ehemaligen Fabrikgeländes fürs Konzert zu untersagen.

„Das heißt, dass der Veranstalter und die Teilnehmer damit die Flächen in Mattstedt nicht betreten dürfen, da deren Benutzung untersagt bleibt“, erläuterte Landesinnenminister Georg Maier (SPD) und betonte, dass es in diesem Verfahren nicht um das Versammlungsrecht gegangen sei. „Die Polizeikräfte werden nun dafür sorgen, dass die in Anreise befindlichen Veranstaltungsteilnehmer die geordnete Heimreise antreten“, ergänzte ein Ministeriumssprecher.

Die Gemeinde hatte kurzfristig das mehreren privaten Eigentümern gehörende Gelände zum Schutz vor möglichen Beschädigungen sichergestellt und in amtliche Verwahrung genommen.

Dem Ministerium zufolge ging nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts am Freitagabend keine Beschwerde bei der nächsthöheren Instanz ein. Damit sei die Sache nach Lage der Dinge entschieden. Ein anderes Konzertgelände müssten die Veranstalter 48 Stunden vorher beantragen. Zum strittigen Gelände hätten sie bis zum Montag keinen Zutritt.

Bürgerbündnisse, die evangelische Kirche und Parteien hatten in Erwartung des Konzerts für Samstag in Thüringen zu Protesten mit bis zu 3000 erwarteten Teilnehmern aufgerufen.

Von dpa