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Mitteldeutschland Vom Erzgebirge bis nach Torgau: Bewerber aus Sachsen streben Unesco-Welterbe-Status an
Region Mitteldeutschland Vom Erzgebirge bis nach Torgau: Bewerber aus Sachsen streben Unesco-Welterbe-Status an
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17:30 01.01.2015
Schlosshof Torgau. Quelle: PR Tourismusportal Nordsachsen
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Dresden

Der Muskauer Park an der deutsch-polnischen Grenze ist Sachsens einziger Vertreter auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Vier weitere Orte machen sich Hoffnung auf den begehrten Titel. Von ihrem Ziel auf Anerkennung sind sie unterschiedlich weit entfernt.

MONTANE KULTURLANDSCHAFT:

Der deutsch-tschechische

Antrag des Erzgebirges

mit seiner jahrhundertelangen Bergbautradition liegt seit Januar 2014 beim Welterbezentrum der Unesco in Paris. Träger der Bewerbung sind auf sächsischer Seite drei Landkreise sowie 35 Städte und Gemeinden mit rund 500 Einzelobjekten. 2015 beginne das offizielle Prüfverfahren, für das Gutachter in die Region kommen, sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge, Veronika Hiebl. Im Sommer 2016 wird das Unesco-Welterbekomitee über den Antrag entscheiden.

ZENTRUM DER REFORMATION:

Torgau will mit Hilfe Sachsen-Anhalts

Schloss Hartenfels und die Schlosskapelle

auf die Unesco-Liste bringen. Gelingen soll das durch einen Erweiterungsantrag zu bereits anerkannten Welterbeorten: den Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg. Voraussichtlich zum 1. Februar 2016 werde die Bewerbung beim Welterbezentrum in Paris eingereicht, teilte das Innenministerium in Dresden mit. Torgau gilt als politisches Zentrum der Reformation in Sachsen. 1544 weihte Martin Luther die Schlosskirche dort als erste protestantische Kirche ein.

GARTENSTADT:

Der Förderverein für ein Weltkulturerbe

Hellerau

kann zwischen 2017 und 2019 erneut Anlauf nehmen, um auf die sogenannte deutsche Tentativliste zu kommen. Im ersten Versuch war die Bewerbung als

„Laboratorium einer neuen Menschheit“

nur bis zum Fachbeirat gekommen, der die Vorschläge der Länder begutachtete. Nach Angaben des Vereins sollen die Unterlagen bis spätestens 2016 überarbeitet werden. Hellerau gilt als Inspirationsquelle für Architektur, modernes Design und Wiege der Rhythmikausbildung. Auch heute wird dort noch mit Kunst experimentiert.

[image:phpMRycpV20120720185827.jpg]HALLENHÄUSER:

Wie Hellerau hatte

Görlitz

2014 nicht den Sprung auf die deutsche Vorschlagsliste für das Welterbe geschafft. Die Stadt an der Neiße hatte sich

mit den Hallenhäusern

entlang der Handelsstraße via regia beworben. Das Thema habe ausreichendes Potential, sei bislang jedoch unzureichend erforscht, sagte Bürgermeister Michael Wieler. Görlitz wolle deshalb die Unterstützung sächsischer Hochschulen gewinnen. Die Forschungsarbeit dürfte allerdings Jahre dauern. Der Fokus soll auf den Hallenhäusern in der Görlitzer Altstadt im Wechselspiel mit der wirtschaftlichen Entwicklung liegen. Die Gesamtkulisse sei ein Spiegelbild der Renaissance in Mitteleuropa.

lvz

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