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Mitteldeutschland Von Leipzig aus: Antonows fliegen nicht mehr für die Nato
Region Mitteldeutschland Von Leipzig aus: Antonows fliegen nicht mehr für die Nato
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17:03 16.04.2018
Die Antonows sollen nicht mehr für die Nato fliegen. Quelle: Heinrich
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Leipzig

 Das russische Unternehmen Volga Dnepr will seine militärischen Dienste für die Nato und ihre EU-Partner am Flughafen Leipzig/Halle beenden. Bislang flogen die Russen mit ihren Antonow-Frachtern militärische Ausrüstung und humanitäre Güter in Krisengebiete. Als Gründe für den Rückzug aus dem Salis-Projekt werden die Spannungen zwischen Russland und den westlichen Ländern vermutet.

Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte auf Anfrage von LVZ.de den geplanten Rückzug der Russen. Der Vertrag gelte aber noch bis Ende des Jahres, sagte ein Sprecher. Bis dahin hätten die Nato und ihre Partner „einen gesicherten Zugriff auf derartige Transportkapazitäten für übergroße Fracht“.

Derzeit liefen Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Nato-Agentur NSPA habe die an Salis beteiligten Nationen darüber informiert, dass ein Vertragspartner das Angebot zur Vertragsverlängerung zurückgezogen hat, sagte er weiter. Gründe für den Rückzug wollte er nicht nennen.

Das Projekt Salis (Strategic Airlift International Solution) war 2006 von EU und Nato 2006 ins Leben gerufen worden, weil der Westen nicht über geeignete Großraummaschinen verfügt. Die Nato-Agentur NSPA vergab den Auftrag an die russisch-ukrainische Firma Ruslan Salis GmbH. Wegen der Krim-Krise zerbrach 2016 das russisch-ukrainische Joint Venture. Beide Seiten agieren seither getrennt mit den Firmen Ruslan Salis GmbH und der Antonov Salis GmbH. Die Nato verlängerte den Salis-Vertrag mit diesen beiden am Flughafen Leipzig/Halle ansässigen Firmen bis Ende 2018.

Von Andreas Dunte

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